Japan: Regierung investiert in Clean Meat



Die japanische Regierung hat jüngst in das neue atart-up “Integriculture” in Tokio investiert, ein Unternehmen, das Clean Meat herstellt und sich zum Ziel gesetzt hat, die mit der modernen Massentierhaltung verbundenen Probleme der Nahrungsmittelsicherheit und der öffentlichen Gesundheit zu lösen.

Clean Meat (auch Laborfleisch oder In-Vitro-Fleisch genannt) ist eine auf zellulärer Ebene gezüchtete Fleischalternative. Das hier eingesetzte Muskelgewebe wurde vorher aus tierischem Gewebe entnommen, ohne das Tier zu töten, und ist identisch mit deren Stammzellen. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, Vieh zu züchten, zu halten und für die Fleischproduktion zu töten. Diese Alternative zur Tierhaltung ist eine effiziente und nachhaltige Möglichkeit zur Produktion von Fleisch – ohne die in der konventionellen Tierhaltung und Fleischproduktion üblichen Auswirkungen oder Nebenwirkungen.

Die japanische Regierung unterstützt nun auch diese neue Form der Nahrungsproduktion und investierte ganze 300 Millionen JPY (rund 2,7 Millionen US-Dollar) in das neue Start-Up. Integriculture ist hoch erfreut über die neuen Entwicklung. So erlangt das Unternehmen nun die benötigten Mittel um ihre selbst sehr ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Das Unternehmen möchte zum Beispiel bis Ende diesen Jahres einen Gänseleber-Prototypen entwickeln und bis 2021 sein erstes gezüchtetes Fleischprodukt auf den Markt bringen. Und bereits 2025 wird das Unternehmen – nach eigener Einschätzung – in der Lage sein, kultiviertes Fleisch zu Kosten zu produzieren, die denen konventioneller Fleischprodukte entsprechen und damit eine nachhaltige Fleischversorgung für die schnell wachsende Nachfrage in der ganzen Welt schaffen.

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