Neuseeland: Veganem Fleisch wird laut Experten die Zukunft gehören

Globus mit Pinnadel auf dem Neuseeland
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Im Rahmen der diesjährigen “Tauranga Techweek Konferenz” in Neuseeland, prognostizierten führende Experten der Nahrungsmittelindustrie dem Inselstaat eine vegane Zukunft bei der Fleischproduktion. Nach ihrer Meinung könnte veganes Fleisch bis zum Jahr 2050 zur Norm werden und den größten Teil der industriellen Produktion ausmachen.

Die Gründe für diese Einschätzung der Experten liegen hauptsächlich in dem sich verändernden Konsumverhalten der Verbraucher und der steigenden Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen zu konventionellen Fleischprodukten. Bis zum Jahr 2050 werden die sogenannten Millennials die entscheidende Zielgruppe der Lebensmittelindustrie sein und eben diese Konsumenten gehen sehr viel gesundheits- und umweltbewusster bei ihren Kaufentscheidungen vor.

Der Marktexperte Eric O´Brien von der “Agtech and Farmland Investment Firm” in den USA, sieht auch großes Wachstumspotenzial beim Markt für pflanzliche Fleischalternativen und begründet dies ebenfalls mit dem anwachsenden Verbraucherinteresse weltweit. Die Zukunftsforscherin Dr. Rosie Bosworth ist der gleichen Ansicht und schlägt sogar vor, Neuseeland als führendes Land bei der Entwicklung und Herstellung pflanzlicher Alternativprodukte zu etablieren. Nach ihrer Meinung gibt es ein noch ungeahntes Potenzial im Pflanzenreich für neue und innovative Produkte und die Fülle an Möglichkeiten sei noch längst nicht ausgeschöpft.

Deswegen arbeitet mittlerweile schon eine wachsende Zahl von Lebensmitteltechnologieunternehmen daran, das Potenzial des Pflanzenreichs auf dem Proteinmarkt besser zu verstehen und zu nutzen. So besitzt beispielsweise das Bay Area-Startup “JUST “(ehemals Hampton Creek) eine Datenbank, die nach Angaben des Unternehmens verschiedene Komponenten in Tausenden von Pflanzenbestandteilen identifiziert, wie z.B. die Fähigkeit, bindende oder emulgierende Eigenschaften nachzuahmen. Andere Unternehmen wie bespielsweise “Beyond Meat“ oder “Impossible Foods“ nutzen für ihre innovativen pflanzlichen Produkte bereits eine Kombination aus Zutaten wie Bohnen, Erbsen, Rüben und Soja.