Erstes afrikanisches Start-Up für zellbasiertes Fleisch gegründet

© Mzansi Meat Co.

In Südafrika wurde in diesem Jahr das erste Unternehmen für zellbasiertes Fleisch auf dem afrikanischen Kontinent gegründet. Das junge Start-Up mit dem Namen Mzansi Meat Co. will zellkultivierte Proteinprodukte, insbesondere auch für spezielle afrikanische Gerichte wie z.B. Braai und Shisanyama, für den afrikanischen Markt produzieren und vermarkten.

Westliche Fleschprodukte wie Burger, Würstchen oder Nuggets werden in ganz Afrika – abgesehen von Südafrika – eher seltern gegessen und Mzansi Meat Co. will dies mit seinen tierleidfreien Alternativen ändern. Das Unternehmen möchte in den nächsten Jahren Clean Meat Produkte wie Rinderhackfleisch, Burger und Nuggets produzieren. Laut den Gründern des Unternehmens sei es aber vorrangiges Ziel, Fleisch zu produzieren, das in traditionellen afrikanischen Gerichten verwendet werden kann.

“Wir arbeiten daran, schmackhaftes, gesundes Fleisch in die afrikanische Küche zu bringen, indem wir Fleisch aus Zellen züchten, anstatt dafür Tiere auszubeuten”, heisst es vom Unternehmen auf seiner Website. “Es ist unsere Hoffnung, ein Wegweiser für verantwortungsbewusste zelluläre Lebensmitteltechnologie und nachhaltig produziertes, kultiviertes Fleisch in Afrika zu werden.”

© Mzansi Meat Co.

Seit der Gründung hat Mzansi Meat bereits die Aufmerksamkeit internationaler Investoren auf sich gezogen. Darunter Ryan Bethencourt, der Gründer und CEO der Bio-Tech Haustierfuttermarke Wild Earth und Investor für alternative Proteinunternehmen im Frühstadium.

Eine zukünftige Herausforderung wird laut Unternehmensmitgründer Brett Thompson jedoch die Akzeptanz der Verbraucher sein. “Wir werden erst noch analysieren müssen, wie wir die Verbraucherbedenken überwinden können”, erklärt Thompson. “Wir wollen als Lebensmittelunternehmen wahrgenommen werden und nicht als Technologiemarke. Wir haben den Vorteil, dass kultiviertes Fleisch in Afrika generell und Südafrika im Speziellen nicht wirklich bekannt ist und viele Menschen noch nicht wissen, was es damit auf sich hat. Wir sehen dies mehr als Chance denn als Hindernis.”