• Berlin: Green Generation Fund legt 100 Mio. Euro Fonds für Food Tech und Green Tech auf



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    Die beiden Fund-Gründerinnen Dr. Manon Sarah Littek, Foto: Green Generation Fund

    Der Green Generation Fund (GGF), ein neuer europäischer Early Stage Impact Investor (Pre-Seed, Seed und Series A), gibt nach einem überzeichneten ersten Closing im Herbst 2021 den Launch seines ersten Fonds in Höhe von 100 Mio. Euro bekannt – weniger als ein Jahr nach Start des Fundraisings. Das Berliner Team hat bereits die ersten acht Investments getätigt und plant sich mit seinem Kapital an 20 bis 25 europäischen und US-amerikanischen Startups in den Bereichen Food Tech und Green Tech zu beteiligen. 

    Gegründet wurde der Green Generation Fund von zwei Partnerinnen ­– beide mit komplementärem Profil und seit mehr als zehn Jahren als Investorinnen und Unternehmerinnen tätig.

    Dr. Manon Sarah Littek ist neben ihrer Rolle als Mitgründerin des GGF als unabhängige Board Direktorin bei Upfield tätig. Zuvor war sie über zehn Jahre in einer General Partner Rolle im Corporate Venture Capital Umfeld bei Katjesgreenfood, Europas erstem Food Impact Investor mit einem diversen EU/US Marken-Portfolio, und DLD Ventures, dem internationalen Investment-Arm von Burda Digital, tätig. 

    Im Jahr 2012 reiste Janna Ensthaler mit Al Gore und seinen Wissenschaftlern in die Antarktis, um sich intensiver mit den Auswirkungen des Klimawandels zu beschäftigen. Zu dem Zeitpunkt war die Serien-Gründerin noch also CEO für ihre Firmen (GlossyBox, Event Inc. und Kaiserwetter) im Einsatz, fasste dann aber inspiriert durch die Reise den Entschluss, sich im Bereich Nachhaltigkeit zu engagieren. Ensthaler begann ihre Karriere bei Bain & Company in London.

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    Inhaltlich konzentriert sich die Investmenthypothese auf zwei Säulen: Innerhalb von Food Tech setzt der Berliner Impact Investor auf Unternehmen mit Technologien zur Herstellung der nächsten Generation fortschrittlicher Proteinquellen, Präzisionsfermentierung und Zellkultivierung sowie Clean Ingredients und Human Microbiome. Investments in Green Tech konzentrieren sich vor allem auf nachhaltige Lösungen (Hardware und Software) für Materialien und Verpackungen, Technologien zur Dekarbonisierung sowie erneuerbare Energien und nachhaltige Lieferketten.

    Bisher hat sich der Green Generation Fund an acht Unternehmen beteiligt, darunter Neggst (erstes pflanzliches Ei mit getrenntem Eigelb, Eiweiß und Eischale), Biomilq (zellkultivierte Brustmilch), Libre (Fleischersatz basierend auf Mycelium / Pilzen), Lypid (pflanzliche Alternative zu Fettgewebe), Change Foods (Käse auf Basis von Präzisionsfermentierung), The Rainforest Company (Acai-Superfood zum Schutz des Regenwaldes) aus dem Bereich Food Tech sowie Klim (Carbon Offsetting App für nachhaltige Landwirtschaft) und One Five (R&D Plattform für Plastikalternativen) aus der Kategorie Green Tech.

    All diese Startups haben gemeinsam, dass ihre Technologien und Geschäftsmodelle messbare Fortschritte sowie einen signifikanten, positiven Einfluss auf die Umwelt haben, insbesondere im Bereich CO2-Vermeidung, Kreislaufwirtschaft, Ressourcen- und Klimaschutz, Tierwohl, Biodiversität sowie Gesundheitsförderung. Als künftiger Artikel 9 „Impact Fund“ der neuen EU Sustainable Finance Disclosure Regulation ist die Vergütung der Fundmanager ebenfalls an die Erreichung solcher Nachhaltigkeitsziele geknüpft.

    Beteiligt haben sich neben Ankerinvestoren Florian Wendelstadt (Ex-MD General Atlantic Europa, Caldec) und Kaltroco (UK Family Office) eine Reihe weiterer namhafter, internationaler Investor:innen darunter Susan Danziger mit Albert Wenger (Eutopia), Canica (Schweiz/Norwegen) und Corecam Capital Partners (Singapur), Liesner & Co. (Hamburg) und Max Iann. Fund of Funds wie Equation oder Aldea und institutionelle Investoren wie KfW Capital haben sich ebenfalls signifikant engagiert. Auch Industrieexperten wie z. B. Ex Aldi CEO Dr. Marc Heußinger, Peter Dill (Deutsche See), Babor (Aachen) und Dr. Anne-Marie Großmann (Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe) sind in den GGF investiert. Dazu kommen Gründerinnen und Multiplikatorinnen wie Delia Lachance (Westwing), Lea-Sophie Cramer (Amorelie) und Verena Pausder (Buch: Das Neue Land). Insgesamt haben knapp 30 Investor:innen eine deutlich überdurchschnittliche Zusage von über 3 Mio. Euro zum Fund gegeben.

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    Dr. Manon Sarah Littek kommentiert: „Unser Handeln in den nächsten drei Jahren wird bestimmen, wie wir als Menschheit in den kommenden Jahrzehnten und Generationen leben werden. Es ist ein Wendepunkt zu einer lebenswerten Zukunft und wir glauben, dass die Lösungen in disruptiven Innovationen und mutigen Schritten von starken Unternehmer:innen im Bereich Green Tech und Food Tech zu finden sein werden. Wir wählen die Besten dieser Unternehmer:innen aus und unterstützen sie darin, ein Teil der Lösung zu sein.

    Wir grenzen uns von anderen Impact Funds durch Sektor Expertise und eine klare Fokussierung auf wenige, selektiv ausgewählte Kategorien ab. Die grüne Revolution, die noch vor wenigen Jahren im Lebensmittelbereich mit nachhaltigkeitsorientierten Marken anfing, erstreckt sich mittlerweile über die gesamte Wertschöpfungskette von Food Produkten und angrenzenden Konsumgütern. Im Rahmen unserer Investmentstrategie beteiligen wir uns in der Regel mit signifikanten Shareholdings (10 % +) an Gründer:innen mit technologiegetriebenen Lösungen und begleiten diese über die gesamte Wachstumsphase bin hin zum Exit.

    Unser Handeln in den nächsten drei Jahren bestimmt, wie und ob wir als Menschheit in den kommenden Jahrzehnten und Generationen leben werden. Wir befinden uns an einem Wendepunkt zu einer lebenswerten Zukunft und glauben, dass die Lösungen hierzu in disruptiven Innovationen und mutigen Schritten starker Unternehmer:innen aus den Bereich Green Tech und Food Tech zu finden sein werden. Wir finden, finanzieren und skalieren diese Unternehmen, um Teil der Lösung zu sein.“

    Janna Ensthaler ergänzt: „Nicht nur Unternehmer wie Bill Gates, Elon Musk oder Larry Fink sprechen über CO2 Reduktion und Nachhaltigkeit als die wichtigsten Themen unserer Zeit. Auch Regierungen erkennen weltweit zunehmend die Verpflichtung, dieses Thema sowohl durch starke Regulierungen als auch massive Subventionen voranzutreiben. Auch die Generation Z und Millennials haben genug von Massentierhaltung und einem Leben, welches unseren blauen Planeten an seine Grenzen treibt. Besonders diese Generationen werden auf der pflanzlichen Lebensmittelrevolution und dem Einbringen von CO2-reduzierenden und nachhaltigeren Maßnahmen bestehen. Hier investieren wir.

    Wir setzen auf Gründer, die Lösungen für die wirklich großen Probleme unserer Zeit entwickeln. Allein unser Start-Up Neggst, das Massenlegebatterien für Eier abschaffen kann und stattdessen pflanzliche Alternativen anbietet, kann durch eine ressourcenschonende Produktion ca. 1 Prozent der weltweiten CO2 Emissionen einsparen.

    Ich bin überzeugt, dass wir die deutsche und europäische Wirtschaft vor allem dadurch zukunftstauglich machen können, indem wir heute die Ökosysteme der Zukunft identifizieren und dann im Wettbewerb zu anderen Regionen der Welt schnellstmöglich aufbauen und für uns besetzen. Unsere Investment-Kategorien Food Tech und Green Tech sind zwei der bedeutendsten Zukunftsindustrien der nächsten Jahrzehnte.“

    Weitere Informationen auf www.greengenerationfund.com.

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