Food & Beverage

Im Interview mit BettaF!sh: “In diesem Herbst wird BettaF!sh bei diversen neuen Handelspartnern in ganz Deutschland starten”

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© wunderfish GmbH

Das junge Berliner Startup BettaF!sh möchte mit seinen innovativen pflanzlichen Meeresfrüchten einen nachhaltigen Beitrag zur Etablierung der Meeresalge in der heimischen Esskultur leisten. Die beiden BettaF!sh-Gründer Deniz Ficicioglu und Jacob von Manteuffel feierten im Oktober 2021 die bis dato weltweit größte Markteinführung in der Kategorie alternative Meeresfrüchte, als die vegane Thunfischalternative des Startups in 4.000 Supermärkten in Deutschland in die Regale kam. 

Das junge Unternehmen bietet ein wachsendes Sortiment an zu 100% pflanzlichen Alternativprodukten auf Basis von Algen- und Ackerbohnenprotein an, darunter die “BettaF!sh TU-NAH Sandwiches” oder auch die “TU-NAH Cremes”. Im Interview erzählen uns die beiden Gründer mehr über die aktuellen Entwicklungen im Unternehmen und warum der Handel unbedingt auf ihre innovativen Produkte setzen sollte.

Herr von Manteuffel und Frau Ficicioglu, wer ist und wofür steht die Marke BettaF!sh?

Deniz Ficicioglu: Wir sehen uns vor allem als Meeresalgen-Company! Unser Ziel ist es, durch Forschung, Produktentwicklung und kreatives Marketing Meeresalgen zu Mainstream-Lebensmitteln zu machen. So wollen wir die Nachfrage nach Meeresalgen steigern und eine positive maritime Industrie fördern.

Jacob von Manteuffel: Mit BettaF!sh haben wir es geschafft, einen veganen Thunfisch auf Basis von Meeresalgen und Ackerbohnen zu kreieren, der dem Original in nichts nachsteht. Authentisch im Geschmack, 100% pflanzlich, reich an Proteinen, frei von Soja und Weizen – das heißt für die Konsument*innen altbekannter Genuss aller Lieblingsgerichte, ganz ohne dass auch nur ein Fisch dafür im Netz landet. Von außen gesehen machen wir einfach super leckeres veganes Essen. Aber hinter den Kulissen wollen wir eine regenerative Lösung pushen, die Meere heilt, aber auch die 800 Millionen Menschen mit einbezieht, die weltweit von der Fischerei leben.

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Jacob von Manteuffel und Deniz Ficicioglu © Fabian Brennecke

Wie sieht eure aktuelle Produktpalette aus?

Deniz Ficicioglu: Unsere Produktpalette besteht grundlegend aus Retail- und Gastronomie- bzw. Industrie-Produkten (B2B). Für den Retail bieten wir derzeit unsere BettaF!sh TU-NAH Cremes in vier Geschmacksrichtungen an. Zudem gibt es nach wie vor unsere köstliche BettaF!sh Pizza TU-NAH und unsere Erstlinge, die BettaF!sh TU-NAH Sandwiches in drei verschiedenen Varianten.

Für die Gastronomie haben wir im Sommer 2022 drei vegane Thunfisch-Alternativen, die sich nahtlos in jedes Gericht integrieren lassen, gelauncht: BettaF!sh TU-NAH Base, BettaF!sh TU-NAH Topping & Filling  sowie BettaF!sh Creamy. Die Base ist als purer Klassiker zum selber Würzen für Salate, Pastasoßen und leckere Kreationen aus der Küche gedacht. 

BettaF!sh TU-NAH Topping & Filling ist bereits gewürzt und direkt servierfertig. Man kann es kalt oder warm anrichten und sogar bis zu 400°C erhitzen. Deshalb empfehlen wir Topping & Filling insbesondere für Pasta, Salate, Pizzen, Aufläufe & Co.

Als drittes Gastro-Produkt ist BettaF!sh TU-NAH Creamy eine perfekte pflanzliche Alternative zum Thunfisch-Aufstrich. Es ist verfeinert mit veganer Mayo, direkt servierfertig und streichzart. Die Gastro-Produkte gibt es über Rungis Express und in der Region Berlin/Brandenburg über “The Pool” zu beziehen.

Stehen schon die nächsten innovativen Produkte in der Pipeline?

Jacob von Manteuffel:  Wir arbeiten derzeit an einem richtig stückigen TU-NAH in der Dose. Unser Team von Produktentwickler*Innen ist hier in den letzten Zügen und wir sind überzeugt, die TU-NAH Dose noch in diesem Jahr auf den Markt zu bringen.

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© Philipp Gladsome

Warum sollte der Handel BettaFish unbedingt listen?

Deniz Ficicioglu: Wir bieten den Konsumenten eine vegane Alternative zu den bereits bekannten und beliebten Thunfisch-Klassikern und das zu einem erschwinglichen Preis! Es gibt also weder die Hürde, dass man das Produkt groß erklären muss, noch dass es im Geldbeutel des Konsumenten einen auffallenden Unterschied zum fischigen Original macht. Es war uns von Anfang an wichtig, vegane Lebensmittel zu schaffen, die für alle zugänglich sind. Wir wollen kein Nischen-Produkt sein und haben mit BettaF!sh den besten Weg gefunden.

Und wo seid ihr bereits gelistet?

Jacob von Manteuffel: In diesem Herbst wird BettaF!sh bei diversen neuen Handelspartnern in ganz Deutschland starten. Bisher sind wir mit allen BettaF!sh Produkten in Österreich bei Billa zu finden. In der Schweiz sind wir mit der Pizza TU-NAH bei ALDI gelistet. Wir haben mit The Pool und Rungis Express zwei Vertriebspartner für den Gastronomiebereich gefunden und bereits Restaurants in Köln, Berlin, München, Hamburg und den Niederlanden, die unseren TU-NAH in eigens kreierten Gerichten anbieten.

Für dieses Jahr haben wir darüber hinaus noch den UK-Markt im Auge – hier sind wir bereits in Gesprächen. Zudem gibt es zwei Spreads und auch unsere Pizza, ab Oktober bei Gorillas in den Niederlanden zu bestellen. Es sind enorm spannende Zeiten, da sich wahnsinnig viel bewegt. Zum Jahresende gibt es auf jeden Fall noch eine spannende Gastro-Partnerschaft!

Wie unterstützt BettaF!sh den Handel?

Deniz Ficicioglu: Wir haben diverse Marketing-Assets, die wir anbieten. Von Pressemeldungen über Social Media Aktivierungen, Influencer-Kooperationen und auch Social-Ad-Kampagnen. An klassischen Werbematerialien für den POS, wie Wobbler, arbeiten wir derzeit. Was uns enorm wichtig ist, ist, dass wir, abgestimmt auf die Bedürfnisse unserer Handelspartner, passende Marketingstrategien anbieten. Für Rungis Express haben wir zum Beispiel gerade ein Kochmagazin in Planung, das den Köchen auf vielseitige Art und Weise die Zubereitung unseres TU-NAHs zeigt. Wir freuen uns immer über den gemeinsamen Austausch, da wir gerne durch die Erfahrung unserer Partner lernen und mit ihnen wachsen.

bettafish tunah
© wunderfish GmbH

Wie sieht es mit der Nachhaltigkeit bzw. dem ökologischen Fußabdruck eurer Produkte aus?

Jacob von Manteuffel: Unsere Algenfarmen haben grundlegend einen positiven Fußabdruck mit regenerativen Effekt auf maritime Ökosysteme. Der Anbau erhöht die Biodiversität der Meere, verbessert deren Wasserqualität und die ansässigen Fischbestände können sich erholen. Süßwasser, Dünger oder Ackerland brauchen die Farmen dabei nicht. Ehemalige Fischer*Innen können mit ihrem Know-how und der bereits bestehenden Infrastruktur ohne Umschulungen oder große Aufwände als Algenfarmer*Innen tätig werden und ein Teil dieser positiven Lösung für unsere Meere werden.

In diesem ersten Jahr in dem wir unsere TU-NAH Produkte im Retail und der Gastronomie platziert haben, konnten wir 21.595,75kg Thunfisch retten und weitere 23.878,42 kg Beifang vermieden. Ja, wir führen hier ganz genau Buch! Die Zahlen sind tatsächlich sehr wichtig für uns – so geben wir den Endkonsumenten gerne mit auf den Weg, dass tatsächlich mit jedem verspeisten TU-NAH-Produkt ein aktiver Beitrag zur Reduktion von Beifang, CO2-Ausstoß und Überfischung geleistet wird.

Wir haben zudem die erste europäische Lieferkette für Meeresalgen aufgebaut, die sich durch höchste Qualität sowie unser langjähriges Know-how als Algenpioniere und das unserer Partner auszeichnet. Ein schöner Erfolg ist zudem, dass wir die ganze Ernte unserer Norwegischen Meeresalgenfarm aufkaufen konnten und im kommenden Jahr eine weitere eröffnet wird. Wachstum auf ganzer Linie für unsere Ozeane!

Herr von Manteuffel und Frau Ficicioglu, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen viel Erfolg für die Zukunft.

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Weitere Informationen zu BettaF!sh finden Sie unter www.bettafish.co/de.

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