Fermentation

Keen 4 Greens launcht Fleischersatz aus Myzelium in Deutschland

Keen 4 Greens Fleischersatz aus Myzelium Deutschland
© Keen 4 Greens GmbH

Als erster einheimischer Hersteller hat Keen 4 Greens ein veganes Produkt auf Basis von Myzelium im deutschen Markt vorgestellt.

Am Wochenende vom 7 bis 8. Mai servierten ausgewählte Restaurants in Hamburg eine Fleischalternative mit Myzelium. Otto’s Burger, Mission Pizza, Tazzi Pizza, XO Seafoodbar von Fabio Haebel und L’Antica Pizzeria da Michele waren Partner bei dieser Aktion.

Aber was ist Myzelium überhaupt?

Ein Pilz besteht aus einem Fruchtkörper, den wir normalerweise essen und im Supermarkt kaufen können, und dem Myzelium, welches den deutlich größeren Teil des Organismus Pilz ausmacht. Der unglaubliche Vorteil ist, dass man mehr Biomasse auf weniger Fläche in kürzerer Zeit produzieren kann als es bei anderen Proteinquellen möglich ist. Beispielsweise braucht Fleisch mehrere Jahre und Soja zwischen 4 und 5 Monaten.

Die dabei verwendete Fermentationstechnologie ist nicht neu und wird seit Jahrzehnten eingesetzt. Aber mit dem wachsenden Interesse an veganen Produkten hat die Anwendung dieser Technologie für die Herstellung von Fleischersatz und anderen Lebensmitteln in den letzten Jahren zugenommen.

Keen 4 Greens Fleischersatz aus Myzelium Deutschland 2
© Keen 4 Greens GmbH

Keen 4 Greens: Fleischersatz aus Myzelium

Keen 4 Greens agiert in einem wachsenden Marktsegment, in dem weitere innovative Start-Ups wie Mushlabs (Deutschland), Libre Food (Spanien), Meati (USA), The Protein Brewery (Niederlande) und The Better Meat Co. (USA) zu finden sind. Das Unternehmen wurde 2019 von Daniel MacGowan-von Holstein und Franziskus Schnabel gegründet.

Das Team entwickelt neuartige Anlagentechnik und Prozesse für die Herstellung und Erschließung alternativer Proteinquellen und spannende Applikationen im veganen Lebensmittelsegment. Aktuell beschäftigt das Startup 14 Mitarbeitende am Forschungs- und Entwicklungsstandort Jelmstorf (Niedersachsen) und dem Bürostandort Hamburg.

Das Foodtech-Startup hatte Anfang dieses Jahres in einer Seed-Runde 1,8 Millionen Euro eingesammelt, um die eigene Myzeliumproduktion zu skalieren. Beteiligt waren der Angel Club better ventures und in diesem Rahmen Christoph Behn (Kartenmacherei), Anne und Stefan Lemcke (Ankerkraut) sowie Dr. Stephen Weich (Flaschenpost). Zusätzlich investierten die Gorillas-Gründer Ugur Samut und Kağan Sümer und der Ex-HSV-Fußballspieler Dennis Aogo. Lead Investor ist der Frühphasen Investor FoodLabs. Weitere VCs sind Shio Capital und Sustainable Food Ventures von Ryan Bethencourt und Mariliis Holm.

Weitere Informationen unter www.keen4greens.com.

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