Bericht des Adam Smith Institut: Hat Laborfleisch Potential die Lebensmittelkrise zu verhindern?

Laborant untersucht invitro-Fleisch im Labor
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Die Menschheit nutzt die natürlichen Ressourcen derzeit 1,7-mal schneller, als sich die Ökosysteme unseres Planeten in einem Jahr regenerieren können. Auch für dieses Jahr sind die natürlich verfügbaren Ressourcen bereits aufgebraucht. Aus einem neuen Bericht des Adam Smith Instituts geht hervor, dass Laborfleisch (Clean Meat) das Potenzial haben könnte, Leben und Umwelt zu retten und eine Lebensmittelkrise zu verhindern.

Der Forscher Jamie Hollywood und der Präsident des Adam Smith Institute, Dr. Madsen Pirie, haben sich für ihren neuen Bericht intensiv mit im Labor gezüchtetem Fleisch, auch kultiviertes Fleisch oder Clean Meat genannt, befasst. Diese sogenannte zelluläre Landwirtschaft habe das Potenzial das Leben und die Umwelt unseres Planeten zu retten. Dr. Madsen Pirie erklärte: “Dadurch werden Millionen Hektar Weideland für andere Zwecke freigegeben. Es wird alle ethischen Fragen im Zusammenhang mit der Aufzucht und Schlachtung von Tieren lösen.”

Zur Zeit werden große landwirtschaftliche Flächen für die Fleischproduktion genutzt, mit denen man durch den Anbau von pflanzlichen Produkten deutlich mehr Menschen ernähren könnte. Dadurch würden sich auch die durch die Tierindustrie ausgestoßenen Treibhausgasemissionen um 78-96% verringern lassen. Weitere Gründe die für einen Wandel sprechen, sind z.B. die zunehmenden Antibiotikaresistenzen sowie Lebensmittelvergiftungen durch verunreinigtes Fleisch. Beides kann durch das “saubere” Laborfleisch reduziert bzw sogar eliminiert werden, da die Herstellung unter kontrollierten Bedingungen stattfindet.

Die Vorteile und das Potential des Clean Meats haben auch Unternehmen wie das merikanische Start-up JUST oder der Fleischproduzent Tyson erkannt. So hat JUST angekündigt, noch dieses Jahr Clean Meat in Form von Hähnchenfleisch auf den Markt bringen zu wollen und Tyson investierte 2,2 Millionen US-Dollar in das israelische Clean-Meat Startup „Future Meat Technologies”.

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