ProVeg setzt sich aktiv gegen den Welthunger ein

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Jährlich am 16. Oktober findet der Welternährungstag statt. Seit 1979 macht dieser Tag auf den globalen Hunger aufmerksam. ProVeg (ehemals Vegetarierbund Deutschland) setzt sich aktiv gegen den Welthunger ein und erklärt, was jeder selbst tun kann.

Bereits zum 39. Mal jährt sich am 16. Oktober der Welternährungstag. Der von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) ins Leben gerufene Tag soll ein Bewusstsein für  die weltweite Hungerproblematik schaffen.

Der Neueste Bericht der FAO geht von derzeit 821 Millionen Menschen aus, die an Hunger leiden (1). Die Menschen im globalen Süden sind unverhältnismäßig stark von der ungerechten Nahrungsmittelverteilung betroffen. “Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung ist die Frage, wie wir die Welt gerecht und nachhaltig ernähren können, so dringlich wie nie zuvor. Eine pflanzliche Ernährung kann dabei helfen, eine ressourcenschonende Lebensmittelversorgung für uns alle sicherzustellen.” erklärt Sebastian Joy, ProVeg-Geschäftsführung.

Pflanzliche Ernährung verbraucht weniger Ressourcen

Weltweit geht etwa ein Drittel aller Nahrungsmittel verloren oder wird verschwendet (2). Insbesondere wenn Lebensmittel, die für die menschliche Ernährung geeignet sind, an Tiere verfüttert werden, geht bei der Umwandlung von pflanzliche in tierische Kalorien ein Großteil der Nahrungsenergie verloren.

80 % der weltweiten landwirtschaftlichen Fläche und ein großer Teil der weltweiten Ernte werden zur Fütterung von sogenannten Nutztieren eingesetzt und nicht für die unmittelbare Ernährung von Menschen (3,4). Würden alle pflanzlichen Lebensmittel ausschließlich für den direkten menschlichen Verzehr verwendet, könnten zusätzlich bis zu 4 Milliarden Menschen ernährt werden (5,6).

Sebastian Joy: “Der massive Tierkonsum trägt zur Nahrungsmittelknappheit für hunderte Millionen Menschen im globalen Süden bei. Dringend benötigtes Land wird für die Viehzucht genutzt, um die Nachfrage nach tierischen Produkten im Ausland zu befriedigen, während die Menschen vor Ort häufig von Hunger betroffen sind.

“ProVeg engagiert sich für ein gerechteres Ernährungssystem und fordert, dass sich die Agrar- und Lebensmittelpolitik zugunsten von Menschen, Tieren und der Umwelt ändern”, betont Joy.

Innovationen auf dem Veggie-Markt

Es gibt unterschiedlichste Strategien zur Bekämpfung des Welthungers. Immer mehr Menschen entscheiden sich, einen eigenen Beitrag zu leisten, indem sie zunehmend auf pflanzliche Lebensmittel setzen.

Die Veggie-Branche bietet dafür vielfältige alternative Proteinquellen. So gibt es mittlerweile regional und nachhaltig produzierte Produkte aus der Süßlupine, einer Hülsenfrucht, die reich an gesundem Eiweiß ist. Auch Erbsen werden zunehmend als nachhaltige Proteinquelle verwendet.

Mehr Informationen über pflanzliche Ernährung: proveg.com/de/ernaehrung

Mehr Informationen zur Welthungerproblematik: proveg.com/de/5-pros/gerechtigkeit

 

Quellen
1 FAO, IFAD, UNICEF, WFP & WHO (2018): The State of Food Security and Nutrition in the World 2018. Building climate resilience for food security and nutrition. Rome, FAO.
2 Shepon, A., G. Eshel, E. Noor & R. Milo (2018): The Opportunity Cost of Animal Based Diets Exceeds All Food Losses. Proceedings of the National Academy of Sciences, 21. März 2018.
3 Poore, J. & T. Nemecek (2018): Reducing food’s environmental impacts through producers and Consumers. Science 360, Issue 6392, pp. 987 – 992.
4 UNEP (2010): Assessing the Environmental Impacts of Consumption and Production: Priority Products and Materials, A Report of the Working Group on the Environmental Impacts of Products and Materials to the International Panel for Sustainable Resource Management. S. 80.
5 Cassidy, E. S., P. C. West, J. S. Gerber, et al. (2013): Redefining agricultural yields: from tonnes to people nourished per hectare. Environ. Res. Lett. 8, p.034015.
6 Erb, K.-H., C. Lauk, T. Kastner, et al. (2016): Exploring the biophysical option space for feeding the world without deforestation. Nature Communications. 7, p.11382.

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