• Nach 105 Mio. Dollar Funding: Aleph Farms geht Partnerschaft mit Thai Union und CJ CheilJedang ein, um die Akzeptanz von kultiviertem Fleisch in Asien zu fördern



    © Aleph Farms

    Aleph Farms, ein Unternehmen im Bereich kultiviertes Fleisch, Steaks direkt aus tierischen Zellen züchtet, die nicht gentechnisch verändert sind, gab heute die Unterzeichnung von Absichtserklärungen (MOUs) mit zwei der größten Lebensmittelunternehmen Asiens bekannt, dem weltweit führenden Proteinhersteller Thai Union und dem globalen Lebensmittel- und Lifestyle-Unternehmen CJ CheilJedang. Im Rahmen dieser Vereinbarungen werden Thai Union und CJ CheilJedang dazu beitragen, Alephs Skalierung und Markteinführung zu beschleunigen und den Vertrieb von kultiviertem Fleisch in bestehenden Marketingkanälen in der gesamten APAC-Region zu verbessern. Aleph Farms kündigte bereits eine ähnliche Vereinbarung mit Mitsubishi in Japan an.

    Die jüngste Serie-B-Finanzierungsrunde von Aleph mit einem Volumen von 105 Millionen US-Dollar wurde von L Catterton, dem weltweit größten verbraucherorientierten Private-Equity-Unternehmen, und DisruptAD, der Risikoplattform von ADQ, angeführt und beinhaltete eine Beteiligung von Temasek, einer globalen Investmentgesellschaft mit Hauptsitz in Singapur.

    “Wir freuen uns, mit wichtigen Akteuren auf dem asiatischen Markt zusammenzuarbeiten und eine neue Kategorie von Fleischprodukten zu etablieren, um dem steigenden Verbrauch in der Region gerecht zu werden”, sagte Didier Toubia, Mitgründer und CEO von Aleph Farms. “Wir prüfen sorgfältig Partnerschaften, die unsere Grundwerte und unser Engagement für Nachhaltigkeit widerspiegeln, und sowohl Thai Union als auch CJ teilen unsere Vorsätze zur Erreichung von Klimaneutralität und zur Verbesserung der Ernährungssicherheit für alle Menschen in Asien und auf der ganzen Welt. Temasek ist ein idealer Investitionspartner, der den asiatischen Markt sehr gut kennt.”

    Didier Toubia, Co-Founder and CEO, Aleph Farms
    Didier Toubia, Co-Founder and CEO von Aleph Farms © Aleph Farms

    Asien ist führend in der globalen Lebensmittelindustrie bei der Unterstützung und Einführung von zellkultiviertem Fleisch. Singapur ist das erste Land der Welt, in dem kultiviertes Fleisch zugelassen und auf der Speisekarte eines Restaurants angeboten wird. Das kultivierte Hühnerfleisch feierte sein globales Debüt in Asien, einer Region der Welt, die zwar von Ernährungsunsicherheit betroffen ist und mit der Verknappung natürlicher Ressourcen zu kämpfen hat, in der aber dank steigender Einkommen, wachsender Bevölkerungszahlen und zunehmender Urbanisierung auch der Fleischkonsum zunimmt.

    “Wir freuen uns sehr, die Beziehung zu Aleph Farms zu vertiefen, um das Marktpotenzial von alternativem Rindfleisch aus kultivierten Zellen zu erkunden”, sagte Sze Cotte Tan, CTO of Food R&D bei CJ CheilJedang. “Wir stehen an der Spitze eines Trends in der asiatischen Lebensmittelindustrie, da die asiatischen Verbraucher zunehmend Interesse an alternativen Proteinen zeigen und wir haben die Möglichkeit, die Verbrauchsmuster in Richtung einer nachhaltigeren, widerstandsfähigeren Zukunft zu lenken, die ganz Asien und der Welt zugute kommt.”

    Credit: Aleph Farms X Technion - Israel Institue of Technology
    Credit: Aleph Farms X Technion - Israel Institue of Technology

    Rindfleisch ist in Südostasien die am zweitschnellsten wachsende Fleischkategorie und es wird erwartet, dass der Verbrauch bis 2022 um bis zu 16 % steigen wird und das in einer Region, in der traditionell hauptsächlich Fisch und andere Meeresfrüchte kunsumiert werden. Untersuchungen von Thai Union und Aleph Farms zeigen, dass 74 % der Singapurer und 97 % der Thailänder bereit sind, kultiviertes Fleisch zu probieren. In Singapur sind die Vorteile für die Umwelt ein Hauptmotiv für den Verzehr von kultiviertem Fleisch, während in Thailand die Möglichkeit, die Herkunft des Fleisches nachzuvollziehen, im Vordergrund steht.

    Thai Union verfolgt aufmerksam die sich ändernden Verbraucherwünsche und die Notwendigkeit, neue, nachhaltige Wege zu finden, um die steigende weltweite Nachfrage nach Proteinen zu befriedigen und damit der wachsenden Weltbevölkerung gerecht zu werden. Thiraphong Chansiri, Präsident und CEO von Thai Union, sagte: “Nach unserer Investition freuen wir uns darauf, mit Aleph Farms, das bereits für seinen technologischen Fortschritt und sein starkes Engagement für Nachhaltigkeit bekannt ist, zusammenzuarbeiten, um weitere Kooperationsmöglichkeiten in Asien zu erkunden.”

    Aleph Farms stellte 2018 das weltweit erste kultivierte Rindersteak vor, produzierte 2019 Fleisch im Weltraum und züchtete Anfang dieses Jahres das weltweit erste Ribeye-Steak. Das Unternehmen plant eine erste Markteinführung im Jahr 2022, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung.

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