KKR prüft einen möglichen Verkauf der Flora Food Group, eines in Amsterdam ansässigen Herstellers von pflanzlichen Brotaufstrichen und Milchalternativen. Laut einem Bericht der Financial Times, die sich auf eine mit dem Vorgang vertraute Quelle beruft, könnte das Unternehmen bei einem solchen Deal mit rund 10 Milliarden Dollar bewertet werden.
Die US-amerikanische Private-Equity-Gesellschaft arbeitet gemeinsam mit Investmentbankern an einer möglichen Veräußerung des Unternehmens, das in rund 100 Ländern tätig ist und im Jahr 2025 einen Nettoumsatz von rund 3 Milliarden Euro erzielte. Laut des Berichts in der Financial Times wird Interesse sowohl von anderen Private-Equity-Gesellschaften als auch von strategischen Käufern erwartet.
Eine neunjährige Haltedauer
KKR erwarb das Unternehmen 2017 für 6,8 Milliarden Euro von Unilever, als der Konsumgüterriese sein Portfolio umstrukturierte. Das Unternehmen, damals bekannt als Upfield, wurde 2024 in Flora Food Group umbenannt. Zu seinem Portfolio gehören Flora, Becel, I Can’t Believe It’s Not Butter!, Bertolli, Elmlea und Violife, eine Marke, die sich zu einem der bekanntesten Namen in der Kategorie pflanzlicher Käse entwickelt hat.

Ausrichtung auf eine pflanzliche Identität steht unter Druck
Die Flora Food Group änderte ihren Namen im Jahr 2024 und begründete dies damals mit der Ausrichtung auf eine pflanzliche Identität, nachdem Milchbestandteile aus ihrem Produkt „Flora Buttery“ entfernt worden waren. Die FT berichtet jedoch, dass das Unternehmen seitdem in einigen Produkten wieder Milchbestandteile hinzugefügt hat, um auf eine Verlagerung der Verbraucherpräferenzen hin zu traditioneller Butter und proteinreicheren Milchprodukten zu reagieren.
Die Marke Violife, die zum Portfolio der Gruppe gehört, ist nach wie vor ein wichtiger Aktivposten im Segment der pflanzlichen Käseprodukte.
Laut dem Bericht der Financial Times hat KKR weder einen Zeitplan noch Einzelheiten zum Ablauf bestätigt, und es wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen.






