Wie vegane Start-Ups die Zukunft der Lebensmittelindustrie gestalten

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© Austin Distel/Unsplash

Start-Ups im Bereich der veganen Lebensmittel- und Getränkeindustrie sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Die zunächst kleinen Unternehmen können schneller auf beliebte Verbrauchertrends reagieren als große Marken. Diese Innovationsfähigkeit zieht auch die Investoren an. 

Innova Market Insights, der globale Knowledge-Leader im Bereich der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, listete diesen sogenannten “Small Player Mindset” unter seinen Top zehn Trends für 2019. Auch die Einführung von veganen Alternativprodukten und die Hinwendung zu gesünderen, pflanzlichen Optionen werden für Unternehmen immer wichtiger. Demnach haben insbesondere vegane Start-Ups gerade jetzt mehr denn je die Chance, den Lebensmittel- und Getränkemarkt auf den Kopf zu stellen.

“Es war noch nie einfacher, ein Lebensmittelunternehmen zu gründen.”

Auch die sich wandelnde Verbraucherlandschaft, der wachsende vegane Trend und die aktivere Interaktion mit Kunden durch Social Media und E-Commerce-Modelle führen dazu, dass sich kleine Start-Up-Unternehmen erfolgreich gegen die Hauptakteure behaupten können.

“Es war noch nie einfacher, ein Lebensmittelunternehmen zu gründen. Die Möglichkeit, Produkte mit minimalem Kapitaleinsatz über ausgelagerte Partner und Funktionen, den Online-Vertrieb und andere Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, hat mehr Marken hervorgebracht als je zuvor“, sagte Dayton Miller, Co-Managing Partner der US-amerikanischen Risikokapitalgesellschaft Boulder Food Group, gegenüber dem online-News-Plattform FoodIngredientsFirst.

Ein Trend mit Zukunft

Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie befindet sich aufgrund des Wachstums von Natur-, Bio-, Gesundheits-, Wellness- und Convenience-Produkten in einem Umbruch. Verbraucher fragen insbesondere diese Kategorien immer stärker nach, für den Einzelhandel sind entsprechende Produkte daher besonders rentabel. „Innovation ist die Lösung für sich ändernde Kundenpräferenzen und -bedürfnisse“, so Miller. Die Beispiele sind zahlreich und reichen von Clean Meat über laborgezüchteten Käse bis hin zu veganen Wellness-Getränken. Start-Ups können mit innovativen Angeboten besonders flexibel auf die Anforderungen der Verbraucher reagieren und sind somit ein Motor für Investitionen.

Für Start-Ups gibt es zudem immer neue Möglichkeiten, Investoren von ihrer Idee zu überzeugen. Einige große Unternehmen veranstalten sogar selbst Investitionswettbewerbe und Inkubatorprogramme. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die innovative Start-Up-Branche auch weiterhin wachsen und weiter an Einfluss gewinnen wird.

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