• ProVeg fordert: Pflanzenmilch gehört ins EU-Schulprogramm



    pflanzliche milchalternativen
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    Die internationale Ernährungsorganisation drängt die Europäische Kommission zur Förderung einer klimafreundlichen Ernährung.

    Die Ernährungsorganisation ProVeg International fordert die Europäische Kommission mit einer Petition auf, Pflanzenmilch ins EU-Schulprogramm aufzunehmen. Das Programm fördert seit 2017 die Verteilung von Obst, Gemüse und Milch an Kinder von der Vorschule bis zur weiterführenden Schule. Mit der Unterzeichnung der Petition kann die EU-Bevölkerung dafür eintreten, mit Kalzium angereicherte Pflanzenmilch als klimafreundliche Wahl in die Schulverpflegung einzugliedern. Die Petition verzeichnet bereits mehr als 35000 Unterschriften.

    „Die Ernährung in Europa wird pflanzenbasierter. Das ist gut für unser Klima und gut für unsere Gesundheit. Das EU-Schulprogramm sollte dieser Gesellschaftsentwicklung Rechnung tragen“, erläutert ProVeg-Geschäftsführer Matthias Rohra. ProVeg fordert deshalb Wahlfreiheit, so Rohra: „Wir setzen uns dafür ein, dass Schülerinnen und Schüler neben Kuhmilch auch mit Kalzium angereicherte Pflanzenmilch als nachhaltige und gesunde Option wählen können.“

    pflanzenmilch bild
    © Proveg International

    Chance: Die Öffentlichkeit darf mitentscheiden

    Das EU-Schulprogramm schließt Pflanzenmilch, die mit Kalzium angereichert wurde, bislang noch nicht ein. Die Europäische Kommission bittet die Öffentlichkeit bis zum 28. Juli 2022 jedoch um ihre Beteiligung an einem Beratungsprozess. Ziel der Konsultation ist die Überarbeitung des Programms mit Blick auf die europäische Farm-to-Fork-Strategie.

    „Die EU empfiehlt in der Farm-to-Fork-Strategie und mit dem Plan gegen Krebs eine Ernährung mit größeren pflanzlichen Anteilen. Das schließt pflanzliche Alternativen zu tierischen Molkereiprodukten mit ein“, führt Rohra aus.

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    © Proveg International

    ProVeg hat gute Gründe für das Engagement für Pflanzenmilch in der Schulverpflegung:

    1. Die Kommission überarbeitet aktuell das EU-Schulprogramm, um der Bevölkerung die Entscheidung für eine gesunde und nachhaltige Ernährung gemäß der Farm-to-Fork-Strategie zu erleichtern. Die Berücksichtigung von mit Kalzium angereicherter Pflanzenmilch im Programm folgt diesem Ziel.
    2. Mit Kalzium angereicherte Pflanzenmilch kann eine ausgewogene und gesunde Ernährung fördern.
    3. Ernährungsexperten bewerten Sojamilch, die mit Kalzium angereichert ist, hinsichtlich ihrer Nährstoffe als eine angemessene Alternative zu Kuhmilch.
    4. Rund 68 Prozent der Weltbevölkerung sind laktoseintolerant.3 Für sie sieht das EU-Schulprogramm laktosefreie Milch vor, bislang jedoch keine pflanzliche Option. Zudem ist die Kuhmilchallergie unter Kindern die am weitesten verbreitete Lebensmittelallergie.4 5 Pflanzenmilch bietet auch diesen Betroffenen eine nährstoffreiche Alternative.
    5. Einige Pflanzenmilch-Sorten haben einen um 63 bis 78 Prozent niedrigeren CO2-Fußabdruck als tierische Milch.6 7
    6. Sorge um das Wohl von Tieren, etwa mit Blick auf ihren Transport oder auf die Milchproduktion, ist beim Konsum von Pflanzenmilch unnötig.
    7. Mit der Berücksichtigung von Pflanzenmilch erhalten auch Kinder, die keine Molkereiprodukte konsumieren, die Möglichkeit, eine Art von Milch zu trinken.

    Hashtag der Petition: #schoolmilk – Weitere Informationen dazu auf www.proveg.com/de.

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