Werner & Mertz präsentiert vegane Duschgels mit Verpackung aus 100 % Post Consumer Recyclat aus dem Gelben Sack

Werner Mertz Gruppe Frosch Logo
© Werner & Mertz Gruppe

Werner & Mertz revolutioniert die Kosmetikbranche: Seit dem 1. Mai werden die Duschgelflaschen von Frosch Senses mit 100 Prozent recyceltem HDPE gefertigt – laut Unternehmen die erste Verpackung mit 100 Prozent HDPE Post Consumer Recyclat (PCR) aus dem Gelben Sack, die für den Kosmetikbereich Verwendung findet. Gelungen ist dies durch einen speziellen Aufbereitungsprozess für HDPE, den Werner & Mertz in einem Gemeinschaftsprojekt mit Der Grüne Punkt und der EREMA Group entwickelt hat.

Für die neue Verpackung hat Werner & Mertz von der ATC GmbH ein humantoxikologisches Gutachten erstellen lassen, das die aus gesundheitlicher Sicht sichere Verwendung dieser Verpackung zweifelsfrei bestätigt hat. “Bei der Gutachtenerstellung wurde deutlich, dass das Team von Werner & Mertz und Der Grüne Punkt die Problemfelder, die mit der Wiederverwendung von Altplastik in Zusammenhang stehen, bereits im Entwicklungsprozess kontinuierlich bearbeitet hatte”, sagt Gutachter Joachim Haselbach. “So ein Prozess dauert Monate und Jahre. Das Team ist mit langem Atem an die Entwicklungsarbeit herangegangen.”

Innovative Technologie im Einsatz

Für die Umstellung auf 100 Prozent Recyclat aus dem Gelben Sack musste das Material nicht nur technisch geeignet, sondern auch geruchsneutral sein, da der Faktor Geruch bei Duschgelen eine besonders große Rolle für die Verbraucher spielt. Dazu muss das Granulat aus der Quelle Gelber Sack praktisch frei von Verunreinigungen und Kontaminierungen sein. Alle im Altplastik enthaltenen geruchsverursachenden flüchtigen Substanzen wurden im Recycling-Prozess wieder entfernt. “Wir haben eine spezielle Aufbereitungstechnik zur Reinigung verwendet und arbeiten uns damit stufenweise sogar an eine Lebensmitteltauglichkeit heran”, so Dr. Markus Helftewes, Geschäftsführer Der Grüne Punkt.

Die aufbereiteten Flakes werden anschließend zu Granulat weiterverarbeitet. Für diesen Prozessschritt kommt Technologie des österreichischen Recyclingmaschinenherstellers EREMA zum Einsatz. Dessen INTAREMA-RegrindPro-Extrudersystem mit dem sogenannten ReFresher-Modul wurde speziell für die besonderen Herausforderungen der Verarbeitungen von Kunststoffabfällen aus dem Gelben Sack ausgelegt. Diese Verfahrenskombination beseitigt durch einen thermisch-physikalischen Prozess auch die Gerüche. Dabei wird die Eigenenergie der durch den Extrusionsprozess vorgewärmten Granulate genutzt, was das Verfahren besonders energiesparend macht. “Schön, dass es so innovative Unternehmen gibt, mit denen wir gemeinsam das Recycling vorantreiben können. Ein wichtiger Part, den die ganze Kunststoffindustrie zurzeit mehr als brauchen kann”, so Clemens Kitzberger, Business Development Manager Applikation Post-Consumer bei EREMA.

Ökologische Rezeptur frei von Mikroplastik

Gemäß der ganzheitlich-nachhaltigen Ausrichtung des Mainzer Unternehmens entspricht nicht nur die Verpackung, sondern auch die Rezeptur höchsten ökologischen Standards: Die pH-hautneutrale Rezeptur ist vegan und enthält keine schädlichen Inhaltsstoffe wie EDTA und Parabene. Wie alle Frosch-Rezepturen sind auch die Duschgele frei von Mikroplastik und schonen somit die Gewässer. Die Sorten Granatapfel und Aloe Vera wurden erst vor Kurzem mit Ökotest “gut” ausgezeichnet. Parallel zur Umstellung der Flaschen auf PCR kommt ab Mai auch die neue Duftsorte Himbeerblüte auf den Markt.

Anzeige
Kennen Sie schon unsere internationale Ausgabe? Hier klicken (Link auf vegconomist.com) vegconomist (nicht veconomist)