Es geht auch ohne: Elikat-Kuchen sind für alle da

elikat-Gründerin Katrin Lange
© elikat

Relativ häufig hört man in den Medien etwas von Lebensmittelunverträglichkeiten. Menschen können kein Gluten, keine Nüsse, keine Fruktose oder andere Stoffe körperlich verarbeiten. Das schränkt schon ganz schön ein, vor allem beim gemütlichen Kaffeetrinken und dem Thema Backwaren. Eine Lösung hierfür gibt es nun von Katrin Lange und ihrem Start-up „elikat“.

Die hamburger Unternehmerin produziert kleine Kuchen im Glas, die auch für Allergiker bestens geeignet sind. Weiterhin wird bei der Herstellung der kleinen Küchlein auch völlig auf den Einsatz von Konservierungsstoffen, Farbstoffen, künstlichen Aromen und Hefe verzichtet. Laut eigenen Aussagen spare man aber keineswegs am Geschmack.

„Natürlich schmeckt mein Kuchen auch denen, die keine Unverträglichkeit, Intoleranz oder Allergie haben – neben gluten- und laktosefrei, fruktosearm und vegan sind meine Kuchen extrem praktisch, nämlich bis zu drei Monate haltbar und durch die Verpackung im Glas jederzeit löffelfertig parat und optimal zum Mitnehmen und Verschenken,“ sagt die elikat- Gründerin.

Für 6,49 Euro können die Kuchen im Glas im Onlineshop bestellt werden. Zur Auswahl stehen dem Kunden die Sorten Schoko-, Zitronen-, Erdnuss-, Kokos-, Schoko-Orange-, Schoko-Minz- und Kardamom-Zimt-Kuchen sowie Backmischungen für größere Kuchen.

Wie alles begann

Katrin Lange ist gelernte Programmiererin und hat ihr Unternehmen aus „der Not heraus“ gegründet. Sie hat selbst vor ein paar Jahren eine Laktose- und Fruktoseintoleranz entwickelt und reagiert zudem sensibel auf Weizen und Eier. Da sie aber dennoch keineswegs auf Kuchen verzichten wollte, hat sie begonnen, selbst welchen zu backen. Es hat sie ein paar Monate, viele Rezeptversuche, Zutatenexperimente und Verköstigungen gedauert, bis die kleinen Leckereien marktreif waren. Seit Mai 2016 backt nun Bäckermeister Delev Zeitsmann von der Hamburger Süßwaren- Manufaktur „Was das Herz begehrt“ die Kuchen. Alles für ihre Mission: „Mit gluten- und laktosefreien sowie fruktosearmen Kuchen einen Markt erobern, der immer größer wird…“

Das Segment „free from“ wächst

Die Ursachen für Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind vielfältig, sie reichen von der industriellen Fertigung von Lebensmitteln über Stress und giftige Umwelteinflüsse bis hin zu einseitigem Essverhalten. Mehr als 20 Prozent der Bevölkerung in den Industriestaaten sind schätzungsweise von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit betroffen. Laktoseintoleranz ist dabei die häufigste Form – allein in Deutschland sind bis zu 25 Prozent der Erwachsenen, die Tendenz steigt mit zunehmendem Alter. Die Lebensmittelindustrie hat längst auf diese Entwicklung reagiert und setzt verstärkt und erfolgreich auf „ohne“-Produkte – allein der Markt für laktosefreie Produkte hat sich innerhalb der letzten fünf Jahre nahezu verdreifacht.