Studien & Zahlen

Neue Studie zeigt: Pflanzliche Lebensmittel sind bis zu zehnmal besser für die Umwelt

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Eine neue Studie hat ergeben, dass Fleischalternativen wie Würstchen und Burger auf pflanzlicher Basis die Umwelt deutlich weniger belasten als ihre Fleischäquivalente.

Forscher der Universität Aberdeen haben an einer umfangreichen Studie mitgearbeitet, in der die Umweltauswirkungen von 57 000 Lebensmitteln im Vereinigten Königreich und in Irland untersucht wurden. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.

In der Studie wurden öffentlich zugängliche Informationen verwendet, um einzelne Lebensmittel und Getränke nach ihrer Umweltbelastung zu bewerten. Es gab große Unterschiede zwischen alternativen und herkömmlichen Fleischprodukten, wobei pflanzliche Lebensmittel oft nur die Hälfte bis ein Zehntel der Umweltauswirkungen anderer Produkte aufweisen.

Die neue Studie kommt zum Ergebnis, dass Fleischalternativen wie Würstchen und Burger auf pflanzlicher Basis die Umwelt weniger belasten als ihre Fleischäquivalente. Produkte wie Rindfleisch und Dörrfleisch gehören dagegen zu den Lebensmitteln mit den größten negativen Auswirkungen.

Großbritannien England Flagge
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Studie soll Akteure über Nachhaltigkeit von Lebensmitteln informieren

Ziel der Studie sei es, Verbrauchern, Einzelhändlern und politischen Entscheidungsträgern zu ermöglichen, fundierte Entscheidungen über die Umweltauswirkungen von Lebensmitteln und Getränken zu treffen. Andere Studien zeigen bereits, dass mehr als die Hälfte der britischen Verbraucher nachhaltigere Entscheidungen über die Umweltauswirkungen von Lebensmitteln treffen wollen.

Jennie Macdiarmid, Professorin für nachhaltige Ernährung und Gesundheit am Rowett Institute der Universität Aberdeen, sagt: “Ein wichtiger Aspekt der Studie war die Verknüpfung der Umweltauswirkungen von zusammengesetzten Lebensmitteln mit der Ernährungsqualität, um einige der Synergien und Kompromisse zwischen verschiedenen Parametern aufzuzeigen. Mit dieser neuen Methode können die Hersteller die Umweltauswirkungen verringern und gleichzeitig eine hohe Nährwertqualität der Produkte gewährleisten.”

Der Hauptautor des Berichts, Dr. Michael Clark von der University of Oxford, fügt hinzu: “Durch die standardisierte Abschätzung der Umweltauswirkungen von Lebensmitteln und Getränken haben wir einen wichtigen ersten Schritt zur Bereitstellung von Informationen getan, die eine fundierte Entscheidungsfindung ermöglichen könnten. Wir müssen noch herausfinden, wie wir diese Informationen am wirksamsten vermitteln können, um das Verhalten in Richtung nachhaltigerer Ergebnisse zu verändern, aber die Bewertung der Auswirkungen von Produkten ist ein wichtiger Schritt nach vorn.”

Weitere Studienergebnisse unter www.pnas.org/toc/pnas/current.

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