The Modern Agriculture Foundation: “Wir arbeiten auf ein neues Lebensmittelsystem hin.”

Daniela Kurz
© The Modern Agriculture Foundation

Die Themen clean meat und pflanzliche Fleischalternativen sind in aller Munde. Doch bevor diese beiden Themen zum Mainstream werden, braucht es engagierte Menschen, die Brücken schlagen. Und genau das macht “The Modern Agriculture Foundation”. Die Non-Profit-Organisation aus Israel setzt sich Tag für Tag dafür ein, dass Unternehmer & Gründer, Regierungen, Forschungsinstitute und Investoren der Verwirklichung des Traumes von “sauberem” und pflanzlichem Fleisch näher kommen. Wir wollten mehr darüber erfahren und haben Daniela Kurz (Marketing and Communications Director) hierzu interviewt.

Was ist das Ziel eurer Organisation?
Die Modern Agriculture Foundation (MAF) arbeitet auf ein Nahrungsmittelsystem hin, in dem gesunde, nachhaltige und erschwingliche Lebensmittel produziert werden, ohne dass Tiere oder die Umwelt geschädigt werden. Wir sind eine gemeinnützige Organisation, gegründet von Tier- und Umweltaktivisten in Israel. Unsere Mission ist es, die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet sauberer und pflanzlicher Alternativen zu Fleisch, Eiern und Milchprodukten zu fördern. Der große Vorteil Israels als Gründernation ist die Konzentration vieler talentierter Unternehmer mit einer Bevölkerung und einer Fläche, die mit der Größe der San Francisco Bay Area vergleichbar ist. In dieser Brutstätte von Innovation, Wissenschaft und Technologie streben wir die Entwicklung eines bedeutenden, sauberen und auf Pflanzen basierenden Protein-Hubs an. Durch unsere Arbeit sind bereits vier Startups im Bereich “sauberes Fleisch” entstanden, unter anderem Supermeat.

An welchen Projekten arbeitet ihr gerade?
Universitäten sind ein wesentlicher Ort unserer Arbeit. Dort befinden sich die Talente, die an wichtigen Alternativen zu tierischen Produkten arbeiten und arbeiten werden. Wir organisieren, dass Vorträge und Kurse das Thema alternative Proteine beinhalten. So erhalten Studenten die notwendige Bildung und werden auch dafür begeistert, in der Forschung und Entwicklung in diesem Gebiet teilzunehmen.

Wir haben bereits eine internationale Konferenz veranstaltet und planen eine Weitere. Außerdem fördern wir das Bewusstsein in der Öffentlichkeit und in verschiedenen Sektoren, sodass sich jeder mit dem Thema vertraut macht. Desweiteren unterstützen wir Start-ups, die an pflanzlichen Alternativen arbeiten. Es ist uns zusätzlich wichtig, mit Europa in diesem Gebiet eng zusammenzuarbeiten. Daher planen wir dort eine weitere Niederlassung der Foundation.

Wie finanziert ihr euch?
Wir haben uns bisher durch kleine und mittelgroße Spenden von Einzelpersonen finanziert, die sich mit der Sache identifizieren.

Ihr sucht Sponsoren, für welche Projekte?
Wir planen ein sauberes Fischforschungsprojekt zu starten, interessante Start-ups zu fördern, die pflanzliche Tierprodukte herstellen, und eine weitere internationale Konferenz in Israel durchzuführen. Um diese Projekte verwirklichen zu können, müssten wir vollzeitig einen Vorsitzenden einstellen, der für die Koordinierung dieser Projekte zuständig wäre. Wir suchen daher dringend Finanzierung für das Gehalt dieses Vorsitzenden und hoffen, Sponsoren in Europa finden zu können.

Welche Rolle wird Clean Meat in 20 Jahren im Ernährungssektor global spielen?
Innerhalb von 20 Jahren hoffen wir, dass sauberes und pflanzliches Fleisch einen erheblichen Anteil am aktuellen Fleischmarkt haben wird. Unser Ziel ist es, den bestmöglichen Beitrag zu leisten, indem wir die wertvollen Ressourcen unseres kleinen Landes nutzen, um gesunde, nachhaltige und tiergerechte Nahrungsmittel für die ganze Welt zu schaffen.

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