VeggieWorld: Vegane Messe erobert Europa

Portrait Hendrik Schillkes
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Wer sich bewusst ernährt – oder sogar komplett vegetarisch oder vegan –, der wird seit einiger Zeit um eine Messe nicht mehr drum herum kommen: Die VeggieWorld. Die VeggieWorld startete als eher kleine vegetarische Messe und zieht heute, mit mittlerweile rein veganem Angebot, Besucher in bis zu 5-stelliger Höhe und sogar Handelsgrößen wie Aldi Süd an.

Und auch die Standorte der VeggieWorld werden immer exotischer und beschränken sich nun nicht mehr nur auf Deutschland. Neue Standorte sind Barcelona, Warschau, Paris und einige mehr. Welche Entwicklung die VeggieWorld in Zukunft nehmen wird und wie Veganismus die europäische Landschaft prägen wird, das erzählte uns Geschäftsführer Hendrik Schillkes im Interview.

Wie viele VeggieWorlds gibt es mittlerweile, in welchen Ländern?
Die VeggieWorld. Die Messe für den veganen Lebensstil. findet an sechs Standorten in Deutschland (Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Hannover und Wiesbaden) und zehn weiteren europäischen Standorten (Barcelona, Bordeaux, Brüssel, Lissabon, Lyon, Paris, Lille, Utrecht, Warschau und Zürich) jeweils ein- oder zweimal im Jahr statt. Außerdem organisieren wir gemeinsam mit ProVeg den ProVeg-Pavilion auf der China International Import Expo 2018, die vom 5. bis 10. November 2018 in Shanghai stattfindet.

Planen Sie VeggieWorlds in weiteren Ländern?
Die VeggieWorld wächst stetig und wir finden eine Reihe weiterer Standorte spannend. Ganz oben auf der Liste steht Italien, aber auch der skandinavische sowie außereuropäische Märkte sind interessant. Die VeggieWorld ist an weiteren Standorten schon mehr oder weniger konkret in Planung.

Wie viele Besucher und Aussteller haben Sie durchschnittlich pro Standort?
Die VeggieWorld in Paris ist unsere größte Messe mit etwa 150 Ausstellern pro Ausgabe. Dicht gefolgt von Wiesbaden, dem größten VeggieWorld-Standort in Deutschland. In Wiesbaden fand auch die erste VeggieWorld statt, damals waren 21 Aussteller dabei. In Wiesbaden und Zürich erreichen wir zusammen mit parallel stattfindenden Messen fünfstellige Besucherzahlen, an anderen Standorten kommen im Schnitt 8.000 Besucher zur VeggieWorld.

Welche Zielgruppen erreichen Unternehmen auf der VeggieWorld?
Die VeggieWorld ist in erster Linie eine Endverbrauchermesse für den veganen Lebensstil. Aussteller treffen auf eine neugierige Zielgruppe, die ihr Konsumverhalten pflanzlich(er) gestalten möchte und die Geld für gutes Essen und faire Produkte statt für teure Autos ausgibt. Über die Hälfte unseres Publikums sind vegan lebende Menschen, rund 20 % leben vegetarisch. Die anderen Besucher geben in unseren Umfragen an, bewusst wenig Fleisch zu essen und nur etwa 2 % bezeichnen sich als Fleischesser. Unsere Zielgruppe ist tendenziell jung, weiblich, gut gebildet und aus dem urbanen Raum. Die meisten Konsumenten geben an, dass sie die Messe besuchen, um Produktinnovationen zu entdecken und einzukaufen.

Können Unternehmen auch potenzielle Handelspartner auf der VeggieWorld treffen?
Ja, die VeggieWorld ist eine der wichtigsten Plattformen für Unternehmen, um Business-Kontakte zu knüpfen. Diesen Austausch fördern wir aktiv, indem wir Handelsvertreter einladen und von Zeit zu Zeit im Rahmen der VeggieWorld B2B-Events veranstalten. Wir bieten die einzige spezialisierte Einkaufsplattform für Gastronomie und Handel und gehen derzeit von einem Fachbesucheranteil von etwa 10 % bis 15 % aus.

Warum sollten Unternehmen auf der VeggieWorld ausstellen?
Die VeggieWorld ist die europaweit größte Publikumsmesse für den veganen Lebensstil. Sie ist eine persönliche Plattform und ein direkter Marketingkanal. Aussteller erreichen ihre Zielgruppe nahezu ohne Streuverluste. Produkte und Dienstleistungen können vor Ort verkauft werden. Für den Großteil der Aussteller ist der Umsatz vor Ort mindestens kostendeckend, das Nachmessegeschäft nicht eingerechnet. Wir haben langjährige Erfahrung in der Organisation von Messen. Die Aussteller erwartet höchste Professionalität, Gastfreundschaft und last but not least eine Menge Spaß. Wir haben außerdem mit ProVeg International (ehemals VEBU) die größte internationale Ernährungsorganisation mit veganer Ausrichtung als engen Partner an Bord sowie zahlreiche starke Medienpartner und NGOs aus der veganen Szene.

Aldi Süd hat kürzlich auf der VeggieWorld ausgestellt, kommen jetzt die großen Retailer auf Ihre Veranstaltungen?
Wir haben lange darauf hingearbeitet auch Aussteller wie ALDI Süd auf der VeggieWorld zu begrüßen. Wir sind stolz auf die pflanzliche Vielfalt, die auf der VeggieWorld ausgestellt wird – von den Produktinnovationen an Start-up-Ständen über das Angebot veganer Gourmets, gut sortierter Online-Händler bis hin zu größeren Lebensmitteleinzelhändlern. Auf der VeggieWorld zeigen Unternehmen jeder Art und Größe, was es Neues im veganen Bereich gibt – von rein veganen Manufakturen und von Unternehmen, die nicht rein vegan wirtschaften. Wir wählen unsere Aussteller bei jeder Messe mit großer Sorgfalt aus und streben dabei eine vielfältige Mischung an. Wir begrüßen ausdrücklich die Entscheidung der großen Lebensmitteleinzelhändler und Discounter immer mehr vegane und vegan-lizensierte und Produkte in ihr Sortiment zu nehmen – und diese Produkte dürfen und sollen bei uns gerne gezeigt werden.

Gibt es besondere Konditionen für Start-ups?
Ja, wir bieten für neu gegründete Unternehmen günstige Standpakete zum Komplettpreis an. Das Fördern von Gründern und Start-ups liegt uns sehr am Herzen. Die vegane Bewegung und unsere Messe leben von frischen Ideen und Produktinnovationen.

Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung des veganen Lifestyles in Europa ein?
Die vegane Lebensweise kommt immer mehr in der Mitte der Gesellschaft an. Der Markt für vegane Produkte wächst stetig, die Medienaufmerksamkeit nimmt zu und immer mehr Menschen entscheiden sich, ihren Konsum pflanzlich(er) zu gestalten. Die globale Nahrungsmittelproduktion rückt langsam auf die internationalen Klimaschutzagenden und auch die ethische Diskussion rund um das Thema Tierhaltung wird weltweit immer lauter. Zum Klimaschutz sind wir gezwungen und eine moralische Weiterentwicklung der Gesellschaft findet zum Glück stetig statt. Medizinische Studien und vegane Extremsportler belegen, dass eine vegane Ernährung gesund sein und sogar ernährungsbedingten Krankheiten vorbeugen kann. Auch auf Genuss muss man bei der pflanzlichen Ernährung nicht verzichten, das beweisen immer mehr vegane Restaurants und nicht zuletzt die Produktvielfalt unserer Aussteller. Vegan ist also eindeutig eine Zukunftsbranche und kein kurzfristiger Trend.

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