• VEBU und IVRA veranstalteten zweites Internationales Rechtssymposium für die pflanzliche Lebensweise



    Vom 22. bis 23.2017 Juli tagte das zweite Internationale Rechtssymposium ‘Veganism and Law’ für die Rechte vegan lebender Menschen. Das Symposium wurde veranstaltet vom VEBU (Vegetarierbund Deutschland) und der IVRA (International Vegan Rights Alliance).

    Am vergangenen Wochenende erarbeiteten rund 30 Rechtsexperten aus 9 Ländern neue Lösungsansätze für die Berücksichtigung der Interessen vegan lebender Menschen auf rechtlicher Ebene. “Die pflanzliche Lebensweise ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Damit wird es auch immer wichtiger, eindeutige gesetzliche Regelungen zu schaffen. Auf dem Rechtssymposium teilten die anwesenden Juristen ihre Erfahrungen mit der Gesetzgebung in ihren Herkunftsländern. Durch diesen internationalen Austausch entstanden wichtige konstruktive Ansätze, um die Interessen vegan lebender Menschen in Zukunft noch besser durchzusetzen”, sagt Sebastian Joy, VEBU-Geschäftsführung.

    Forderungen an die Gesetzgeber
    Das Ergebnis des Symposiums sind neue Erkenntnisse zur aktuellen Rechtslage in den Ländern und mögliche Strategien für rechtliche Vorstöße. Ein wichtiges Thema war zum Beispiel die Benennung von Fleisch- und Milchalternativen. Hier forderten die Experten konkret, dass Hersteller Produktnamen wie ‘Tofu-Butter’, ‘Veggie-Wurst’ oder ‘veganes Schnitzel’ für pflanzliche Alternativprodukte verwenden dürfen. Außerdem erarbeiteten sie neue Ansätze, wie gesetzliche Hürden bei der Einführung, der Vermarktung und dem Verkauf veganer Produkte aufgelöst werden können, um letztendlich allen Menschen den Zugang zu einer pflanzlichen Lebensweise zu ermöglichen.

    Gründung eines Internationalen Rats
    Gegenstand der Veranstaltung war auch die Frage nach einem internationalen Rat für vegan-vegetarische Rechtsfragen. Die Teilnehmer einigten sich darauf, dass ein solcher Rat eine wichtige Institution für die Veggie-Bewegung darstellen würde. “Die Diskussionen auf dem Rechtssymposium haben gezeigt, dass es weltweit große Unterschiede in der gesetzlichen Berücksichtigung von veganen Themen gibt. Und das, obwohl immer mehr Menschen sich bewusst für eine pflanzliche Lebensweise entscheiden. Besonders in Zeiten der zunehmenden globalen Vernetzung ist es wichtig, dass hier einheitliche Gesetze geschaffen werden. Deshalb wird der nächste Schritt sein, einen internationalen Rat zu bilden, der sich mit diesen Fragestellungen auseinandersetzt”, so Joy.

     

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