Mehr Eiterzellen in Milch: Großbritannien lockert Richtlinien

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Großbritannien möchte nach dem Austritt aus der EU einige Dinge verändern. Darunter auch Richtlinien und verschiedenste Kriterien, die für den Verkauf von Milch und Milchprodukten relevant sind.

Dabei geht es allen voran um die Anzahl der Eiterzellen in der Milch, welche Rückschlüsse auf die Rohmilchqualität und Euterqualität erlauben. Die noch zurzeit geltenden Gesetze erschweren die Einfuhr von Milch in das Vereinigte Königreich. Während laut EU Vorschriften 400.000 Eiterzellen pro Milliliter Milch enthalten sein dürfen, sind es in den USA mit 750.000 fast doppelt so viele. In einem knapp 500 seitigen Bulletin des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten werden die derzeitigen Hindernisse für den Import aufgeführt. Diese Erschwernisse sollen durch die Behörden abgeschafft werden. Grund für die unterschiedlichen Toleranzwerte sind die verschiedenen Auffassungen darüber, ab wann Eiterzellen gesundheitsschädlich für Konsumenten sind. Auch organische Milchprodukte, wie Biomilch, sind keine Ausnahme dieser Regel, obwohl diese meist keine Hilfsmittel zur Bekämpfung von Eiterzellen beinhalten. Es ist zurzeit unklar, wie sich diese Zahl in Großbritannien nach den Änderungen unterscheiden wird. Neben der Milchproblematik seien jedoch auch andere Veränderungen in Essenstandards möglich, darunter das Erlauben von Steroiden und Hormonen in Fleisch oder Pestiziden und Fungiziden in Pflanzen.