ProVeg fordert Bundeskanzlerin Merkel auf, die Ernährungswende auf den Tisch zu bringen



Im Vorfeld des Klimagipfels, der am „Earth Day“ stattfindet, fordert ProVeg die geladenen Staats- und Regierungschefs auf, eine verstärkt pflanzenbasierte Nahrungsmittelproduktion zu diskutieren. Kanzlerin Merkel könnte am 22. April eine Schlüsselrolle einnehmen und US-Präsident Biden dazu bewegen, dem Thema Priorität einzuräumen.

Zum Klimagipfel am 22. April 2021 versammelt US-Präsident Joe Biden 40 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt, um Klimaschutzmaßnahmen zu diskutieren. Das Datum markiert zudem den sogenannten Tag der Erde (Earth Day), der dieses Jahr in Deutschland unter dem Motto „Jeder Bissen zählt“ steht. Deutschland wird auf dem Klimagipfel durch Kanzlerin Angela Merkel vertreten.

Merkels Schlüsselrolle für den notwendigen Wandel

© Institut Dr. Flad / Earth Day

Bisherigen Klimaschutzmaßnahmen der Bundesregierung mangelt es an Ambitionen für einen Wandel hin zu einem nachhaltigen pflanzenbasierten Ernährungssystem. Zum Ende ihrer Amtszeit hat Merkel nun die Gelegenheit, ihre globale Machtposition zu nutzen, um das Thema auf dem Klimagipfel in den Fokus zu rücken. Dadurch könnte sie beweisen, dass ihr Engagement gegen den Klimawandel ernst gemeint ist. Denn über Umweltkrisen zu diskutieren, ohne die Nahrungsmittelproduktion in den Mittelpunkt zu stellen, übergeht wissenschaftlichen Konsens. Auch für die deutsche Politik im Wahljahr wäre dies ein starkes Zeichen für den Klimaschutz.

Ernährungswandel statt Klimawandel

Die Nahrungsmittelproduktion spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Klimakrise. Mit der Petition „Diet Change, not climate change“ fordern ProVeg und weitere Nichtregierungsorganisationen den Präsidenten der Vereinigten Staaten auf, den Weg für ein pflanzenbetontes Lebensmittelsystem zu ebnen. Denn Biden hat einen 2-Billionen-Dollar-Vorschlag veröffentlicht, um die Infrastruktur zu stärken und gleichzeitig den Klimawandel zu bekämpfen. Der Plan enthält jedoch keine Unterstützung für tierfreie Lebensmitteltechnologien oder die Umstellung von tier- auf pflanzenbasierte Landwirtschaft.

USA hat Vorbildfunktion

Bidens Klimagipfel am 22. April dient als Wiedereinstieg der USA in die Lösung der Klimakrise. Mit der offiziellen Rückkehr des Landes in das Pariser Abkommen ist die Führungsrolle Bidens jetzt mehr denn je gefragt. Die Abkehr von einer ressourcenintensiven, tierzentrierten Ernährung hin zu einem pflanzenbetonten Nahrungssystem gilt als eine der wirkungsvollsten Lösungen, um den Klimawandel abzuschwächen, Pandemierisiken zu reduzieren und Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen. Die USA könnten als globales Vorbild dienen, sodass pflanzliche Ernährung in den Diskussionen des Klimagipfels COP 26 Erwähnung findet, der Ende 2021 in Glasgow (Großbritannien) stattfindet.

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