• Gelatex Technologies stellt bedeutende Lösung für die Zuchtfleischindustrie vor



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    © Gelatex Technologies

    Durch die Entwicklung einer patentierten Technologie zur Herstellung von Nanofasern hat Gelatex eines der Hauptprobleme der Skalierbarkeit bei der Produktion von Zuchtfleisch gelöst.

    Das von Techstars unterstützte Materialtechnologieunternehmen Gelatex hat sich zum Ziel gesetzt, Fleisch aus Kulturen in Supermärkten verfügbar zu machen. Als Pionier in der Herstellung von Gerüsten für die Produktion von kultiviertem Fleisch hat Gelatex eine neue Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionseinrichtung eröffnet, um die Entwicklung und Produktion seiner Nanofasermaterialien auf die nächste Stufe zu bringen. Damit wird eines der größten Hindernisse bei der Skalierung von kultiviertem Fleisch beseitigt.

    Die Gerüste von Gelatex werden mit einer patentierten Nanofasertechnologie mit hohem Durchsatz hergestellt. Das Unternehmen hat seine Produktionskapazität auf 5 kg/h erhöht, während die alternative Methode des Elektrospinnens bis zu 360 g/h produziert. Gelatex plant, das Volumen bis Ende des Jahres in seiner neuen Anlage in Tallinn, Estland, zu verdoppeln. Damit wird ausreichend Gerüstmaterial für die Herstellung von 300 000 kg kultiviertem Fleisch pro Jahr bereitgestellt.

    “Nanofasern werden schon seit langem für das Tissue Engineering verwendet, aber bisher waren sie teuer und schwer zu skalieren. Daher gibt es keine praktikablen Lösungen für Unternehmen, die kultiviertes Fleisch herstellen. Bei Gelatex haben wir die skalierbare Herstellung von Nanofasern zunächst aus eigenem Bedarf heraus entwickelt und sind nun froh, dass wir eine Herausforderung, die für Unternehmen der Fleischwirtschaft gelöst werden muss, vom Tisch haben. Einige Hersteller von kultiviertem Fleisch streben bereits dieses oder nächstes Jahr eine Kapazität von 50-150 Tonnen Fleisch pro Jahr an. In Anbetracht dessen verfügt Gelatex über ausreichende Kapazitäten, um den jährlichen Bedarf an Gerüsten für die ersten 3 bis 4 Zuchtfleischunternehmen, die in die Produktion einsteigen, zu decken”, erklärt Märt-Erik Martens, CEO von Gelatex.

    gelatex nanofaser
    © Gelatex Technologies

    Die Produktion von Gelatex benötigt keinen großen Produktionskomplex: eine Industriemaschine, die bis zu 5 kg/h Material produzieren kann, benötigt weniger als 10 m2. In den neuen Räumlichkeiten mit einer Fläche von nur 370 m2 befinden sich Produktions- und Büroräume, Labors (einschließlich Chemie, Werkstoffe und ein Zelllabor) sowie ein Entwicklungs- und Montagezentrum für Geräte unter einem Dach. In Zukunft möchte das Unternehmen eine Lights-Out-Fertigung ohne menschliche Anwesenheit einrichten und die Grundsätze der umweltfreundlichen Produktion anwenden.

    In Anbetracht des geringen Platzbedarfs in der Produktion und der schnellen internen Entwicklung und Herstellung von Maschinen ist das Gelatex-Team zuversichtlich, dass es der Nachfrage voraus sein und mit dem schnellen Wachstum der Branche Schritt halten kann. Das Ziel ist es, dass das fertige Zellkulturfleisch genauso viel oder sogar weniger kostet als herkömmliches Fleisch heute. Das Unternehmen führt derzeit Pilotversuche mit einigen der führenden Hersteller von kultiviertem Fleisch durch und testet verschiedene pflanzliche Zutaten, um das Produkt weiter zu optimieren und die Produktion und Verpackung nach den höchsten Sicherheits- und Sauberkeitsstandards zu gewährleisten.

    Laut Felipe Krelling, Gründungspartner von Lifely VC, der neben Gelatex auch in Start-ups wie Cultured Decadence (von Upside Foods übernommen), WildType oder Jellatech investiert hat, ist die kosteneffiziente Produktion von kultiviertem Fleisch im Massenmaßstab ein Ziel für die gesamte Branche. “Ich habe in den letzten Jahren viele Projekte für kultiviertes Fleisch auf der ganzen Welt unterstützt und viele Durchbrüche in diesem Bereich gesehen, aber das Gerüst bleibt immer noch eine Herausforderung, sowohl was die Skalierbarkeit als auch die Kosten angeht. Deshalb waren wir froh, in Gelatex zu investieren, das über eine vielversprechende Technologie verfügt, die die Skalierbarkeit einer sehr wichtigen Komponente in der endgültigen Kulturfleischproduktion ermöglicht”, sagt Krelling.

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    © Gelatex Technologies

    Gelatex hat ein neuartiges Hochleistungs-Spinnverfahren und eine Vorrichtung für die Herstellung von Nanofasern patentiert, die in der Fleischproduktion, der Wundversorgung und vielen anderen Industriezweigen für Innovationen sorgen. Das Material wird in Rollen geliefert, ist leicht skalierbar, bis zu 90 % billiger und wird im Vergleich zu marktüblichen Alternativen mit 28 % weniger Stromverbrauch hergestellt.

    Obwohl Gelatex derzeit in Estland ansässig ist, strebt das Unternehmen an, die Gerüstherstellung in Zukunft in verschiedenen Teilen der Welt in Kundennähe zu betreiben. Gelatex Technologies ist ein erfahrenes Materialtechnologieunternehmen und Erfinder einer kosteneffizienten Technologie zur Herstellung von Nanofasern. Ihre skalierbare Plattformtechnologie ermöglicht die Implementierung von Nanofasern in Anwendungen, die bisher nicht zugänglich waren, wie z. B. Gerüste für zellgezüchtetes Fleisch, narbenreduzierende Wundpflegematerialien, biobasierte Filtermaterialien und mehr. Gelatex wurde 2016 gegründet und sammelte 2021 1,2 Mio. € ein.

    Weitere Informationen auf www.gelatex.com.

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