Das junge Unternehmen AKOUA ordnet seine Geschäftsstrategie neu: Hila Attaie steigt als Co-Founderin ein. Das Unternehmen zieht sich zudem aus dem Endkundengeschäft zurück und konzentriert sich künftig voll auf die Produktion von Cashewapfel-Konzentrat für die Lebensmittelindustrie.
Vom Nebenprodukt zum Süßungsmittel
Die AKOUA GmbH aus Ratingen ist ein auf Upcycling spezialisiertes Unternehmen, das ungenutzte Ressourcen der Cashew-Ernte verwertet. Da bei der Produktion von einem Kilogramm Cashewkernen circa zehn Kilogramm Cashewäpfel als Nebenprodukt anfallen, hat AKOUA ein Verfahren entwickelt, um diese Frucht in ein Konzentrat zu transformieren, das in der Lebensmittelindustrie als Süßungsmittel für Anwendungen in den Bereichen Getränke, Eiscreme und Feinkost eingesetzt werden kann. In Anbauländern wie Benin reduziert AKOUA die Lebensmittelverschwendung vor Ort und schafft zusätzliche Einkommensquellen für kleinbäuerliche Betriebe.
Erweiterung des Gründungsteams
Simon Debade und Hila Attaie führen die AKOUA GmbH als gemeinsames Gründerteam. Der Einstieg von Attaie als Co-Founderin & CTO ist das Ergebnis einer mehrjährigen Entwicklung: Nachdem sich beide im Jahr 2022 auf einem Branchenevent des Foodhub NRW kennengelernt hatten, mündete der Austausch nach vier Jahren kontinuierlicher Zusammenarbeit in den formellen Einstieg Attaies in das Gründungsteam. „Akoua ist für mich ein Praxisbeispiel,
wie aus Haltung, Wissen, Mut und Schweiß reale Innovation entsteht.“, sagt Attaie. Ihre Aufgabe ist, „das B2B-Geschäft von einer erfolgreichen Pilotphase in die Serienproduktion zu skalieren.“

„Unser Cashew-Fruchtsaft-Konzentrat stößt zunehmend auf starkes Interesse bei B2B-Partnern aus der Lebensmittelindustrie“
Der Gründer & CEO der AKOUA GmbH, Simon Debade, erklärte auf LinkedIn, dass es sein langjähriger Traum gewesen sei, ein eigenes Produkt im Supermarktregal zu sehen. Mit dem Vertrieb des Cashew-Fruchtsafts und der Limonade in rund 20 Märkten sei dieser Wunsch Wirklichkeit geworden. Debade bezeichnete diesen Erfolg nach drei Jahren im D2C-Geschäft als echten persönlichen Meilenstein. Zu dem strategischen Umschwung habe das zunehmende Interesse von B2B-Partnern aus der Lebensmittelindustrie an dem Cashew-Fruchtsaft-Konzentrat geführt. Diese Nachfrage habe letztlich zu der klaren Entscheidung geführt, die Ressourcen künftig vollständig auf industrielle Partnerschaften zu fokussieren.
„Unsere Zukunft liegt darin, uns in Deutschland und Europa als Rohstofflieferant für Cashew-Fruchtsaft und Cashewfruchtsaft-Konzentrat zu positionieren. Gemeinsam mit meiner Co-Founderin Hila Attaie und unserem gesamten Team in Benin richten wir unseren Fokus konsequent auf die Produktion vor Ort und auf die Zusammenarbeit mit unseren B2B-Partnern.“, so Simon Debade.
Durch die Neu-Fokussierung wird nun das D2C-Geschäft und damit der Onlineshop geschlossen. Die letzten Bestände der Säfte und Limonaden können aktuell noch bei SirPlus bestellt werden.







