Aleph Farms erhält 12 Mio. USD in erster Finanzierungsrunde

Aleph Farms meat
© Aleph Farms
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Aleph Farms Ltd. konnte jüngst in einer ersten Finanzierungsrunde 11,65 Mio. USD einsammeln. Das von “The Kitchen Hub” mitbegründete Startup aus Israel kultiviert echte Fleischstücke aus Rinderzellen, sogenanntes Clean Meat.

Die neuen Investoren bei Aleph Farms setzen sich aus einer Mischung von klassischen Venture Capitalists und strategischen Partnern zusammen. Angeführt wird diese Investorengruppe von VisVires New Protein (VVNP), Singapur; Cargill, USA; und M-Industrie – der Migros-Gruppe in der Schweiz. Bereits bestehende Investoren, die ebenfalls an dieser Runde teilnehmen, sind unter anderem die Strauss Group, Israel; Peregrine Ventures, Israel; CPT Capital, UK; Jays third Eight, Israel; New Crop Capital, USA und Technion Investment Opportunity Fund, Israel.

Clean Meat ohne GMO und Tier

Die einzigartige Technologie von Aleph Farms, die von Professor Shulamit Levenberg des Technion – Israel Institute of Technology mitentwickelt wurde, kommt ganz ohne den Einsatz von GMO aus und stützt sich auf einen natürlichen Prozess bei Kühen, der für den Aufbau und die Regeneration von Muskelgewebe sorgt. Das Unternehmen fand einen Weg, die Zellen, die für diesen Prozess verantwortlich sind, zu isolieren und unabhängig von den Tieren weiter zu kultivieren, um damit das gleiche, für Steaks typische, Muskelgewebe herzustellen. Konsumenten wollen in Sachen Geschmack keine Kompromisse eingehen, deshalb ist der Hauptansporn des Start-Ups, saftige und leckere Steaks herzustellen, ohne damit den Tieren oder der Umwelt zu schaden.

Mithilfe des frischen Kapitals kann Aleph Farms die Produktentwicklung seines schlachtfreien Fleisches beschleunigen und den Aleph-Prototyp (letzten Dezember vorgestellt) zu einem Handelsprodukt machen. Das Fleisch aus Zellkulturen wird in großen, sauberen, Bio-Farm-Anlagen, ähnlich wie Molkereien hergestellt.

Unterstützung von verschiedenen Seiten

„Diese Runde war sehr erfolgreich und umfasst ganz verschiedene Lebensmittelunternehmen und VCs aus zahlreichen Regionen der ganzen Welt”, sagt Matthieu Vermersch, Gründer und Managing Partner von VisVires New Protein. „Wir sehen das als Zuspruch des Vertrauens in die führende 3D-Technologie von Aleph Farms und seine Fähigkeiten, echte Rindersteaks herzustellen. Strategische Partner aus der Lebensmittelindustrie sind entscheidend, da wir ein nachhaltiges Ökosystem für Fleisch aus Zellkulturen aufbauen möchten.“

Neue Technologie für alte Probleme

Einige der zentralen Anliegen der Fleischindustrie sind die Nachhaltigkeit der Fleischherstellung, die Antibiotikaresistenz und lebensmittelbedingte Krankheiten. Aleph Farms und weitere Start-Ups für Fleisch aus Zellkulturen liefern neue Mittel, um diese Herausforderungen anzugehen und die immer weiterwachsende Weltbevölkerung zu ernähren, ohne dabei Tieren zu schaden.

„Wir werden Teil der langfristigen Lösung sein“, erklärt Didier Toubia, Mitbegründer und CEO von Aleph Farms. „Wir möchten einen offenen Dialog mit Bauern sowie Lebens- und Futtermittelherstellern führen. Außerdem arbeiten wir weiterhin eng mit Aufsichtsbehörden zusammen, um zu gewährleisten, dass unsere Produkte absolut sicher, gesund und ordnungsgemäß gekennzeichnet sind. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Behörden USDA und FDA und sehen dies als Gelegenheit, Transparenz zu fördern und Vertrauen bei allen Beteiligten aufzubauen.“

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