Die Zukunft der Ernährung in Europa ist pflanzenbasiert: Die Universität Hohenheim startet von EIT Food gefördertes Projekt

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Mit einer zweistufigen, europaweiten Studie zur Akzeptanz und Verbreitung pflanzlicher Lebensmittel startet die Universität Hohenheim ein vom EIT (European Institute of Innovation & Technology) gefördertes Kommunikationsprojekt – ein Dauerbrenner, das auch in der Wirtschaft immer mehr Aufmerksamkeit erfährt.

Rund 75 Millionen Menschen in Europa ernähren sich vegan oder vegetarisch, Tendenz steigend. Weit größer noch ist die Anzahl der Personen, die ihren Fleischkonsum mehr oder weniger einschränken (Flexitarier).  

Initiatoren dieser großangelegten Studie ist ein Konsortium hochkarätiger Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft, u. a. die Universitäten Hohenheim, Aarhus, Turin, die Unternehmen Danone und Doehler, sowie die Nichtregierungsorganisation ProVeg International.

Projektleiter Klaus Hadwiger © Universität Hohenheim

“Wir wollen der Bevölkerung in Europa diese Art der Ernährung näher bringen – und zwar mit soliden Informationen, die für alle verständlich sind”, erläutert Leiter des Projekts Klaus Hadwiger vom Forschungszentrum für Bioökonomie der Universität Hohenheim. “Noch immer gibt es bezüglich der pflanzenbasierten Ernährung viele Missverständnisse. Das wollen wir ändern. Mit Spannung erwarten wir deshalb die bald vorliegenden ersten Studienergebnisse”.

Pflanzliche Lebensmittel sind mittlerweile, im wahrsten Sinne des Wortes, in aller Munde. Denn seitdem Alternativprodukte für Fleisch, Käse und Kuhmilch in den Regalen nahezu aller Supermärkte und Discounter zu finden sind, ist das Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen. 

Was es mit dieser Entwicklung genau auf sich hat, das wollen die Forscher*innen und Lebensmittelexpert*innen nun näher beleuchten. Sind gesundheitliche, ethische, ökologische oder ganz andere Gründe die treibende Kraft? Welche Vorbehalte und Barrieren haben Konsument*innen gegenüber den neuartigen Lebensmitteln? Müssen Geschmack und/oder Aussehen der Alternativprodulte möglichst nah ans Original herankommen – oder sollten sie im Gegenteil deutlich differenzierbar sein? Auf diese und weitere Fragen, die Verbraucher*innen, Expert*innen und die Wirtschaft gleichermaßen beschäftigt, will die Studie Antworten liefern. 

Lanciert wird das Projekt mit Hintergrundartikeln sowie Social-Media-Aktionen – in Kooperation mit der EIT Food Webplattform FoodUnfolded, die sich der Information und Unterhaltung rund um das Thema Lebensmittel und Ernährung verschrieben hat. 

Teil Eins der zweistufigen Untersuchung mit Konsument*innen aus zahlreichen Europäischen Ländern ist bereits abgeschlossen – mit den ersten Ergebnissen rechnet das Konsortium im Juli 2020.