Studie zeigt: Pflanzliche Ernährung kann die Lebensdauer verlängern

Gemüse Obst pflanzlich Ernährung
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Eine neue Studie von Forschern der Harvard Chan School of Public Health unter der Leitung von Megu Baden hat gezeigt, dass der Konsum von pflanzlichen Nahrungsmitteln ein positives Ergebnis auf die eigene Lebensdauer erzielen kann. Der Studie zufolge wirkt sich ein Verzicht auf Fleisch und die gesteigerte Aufnahme von pflanzlichen Produkten auch bei Menschen über 50 noch positiv aus.

Zum Zwecke der Untersuchung wurden die Gesundheitsdaten von mehr als 47.000 Frauen aus der Nurses Health Study und 25.000 Männern aus der Health Professionals Follow-Up Study zwischen den Jahren 1998 und 2004 analysiert und ausgewertet. Die Teilnehmer waren im Schnitt 64 Jahre alt und auch schon vor 1998 wurden ihre Ernährungsgewohnheiten regelmäßig dokumentiert. „Mehr gesunde, pflanzliche Lebensmittel zu essen, reduziert das Sterberisiko – auch bei Menschen, die sich vorher eher ungesund ernährt haben“, erklärt Megu Badan.

Die Forscher betonen allerdings auch, das es auf die Qualität der pflanzlichen Ernährung ankommt. Aus diesem Grund wurden die Essgewohnheiten der Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt: allgemeine pflanzliche Kost, gesunde pflanzliche Kost und ungesunde pflanzliche Kost. So zeigt die Studie unter anderem, dass sich bei Probanden, die sich im Untersuchungszeitraum weder besonder gesund noch ungesund pflanzlich ernährten, ein um acht Prozent niedrigeres Sterberisiko abzeichnete. Bei Teilnehmern, die eine besonders gesunde und reichhaltige pflanzliche Ernährung verfolgten, zeigte sich sogar ein um zehn Prozent kleineres Sterberisiko.

„Über einen längeren Zeitraum hinweg mehr Vollkornprodukte, Obst und Gemüse und dafür weniger Weißmehl, Süßigkeiten, Fleisch und tierische Produkte zu essen, könnte das Risiko senken, an Herz-Kreislauf-Krankheiten zu sterben“, fasst Baden die vorläufigen Ergebnisse ihrer Arbeit zusammen, die bei einer Tagung der American Heart Association präsentiert wurden.

 

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