bleed-clothing: “Wir planen permanent an neuen sinnvollen Accessoires, die Im Normalfall aus Leder bestehen”

bleed clothing michael spitzbarth gründer
bleed-clothing Gründer Michael Spitzbart © bleed clothing GmbH

Der deutsche Online-Shop bleed-clothing.com aus Oberfranken vertreibt ausschließlich nachhaltig und fair produzierte Sportbekleidung für jedes Format und jede Altersklasse. Damit möchte das Unternehmen “zu einem nachhaltigen Lifestyle inspirieren, der Spaß macht und einfach in das tägliche Leben zu integrieren ist.” Wir sprachen mit Michael Spitzbart, Gründer von bleed-clothing, über vegane Bekleidungsprodukte, die Fashion-Industrie und neue Innovationen.

Wie groß ist der Anteil veganer Produkte an eurem Sortiment?

Der liegt tatsächlich bei 100%. Halbe Sachen machen wir nicht 😉

Was sind die jüngsten veganen Innovationen?

Die jüngste vegane Innovation ist der Eco4Sneaker. Die Entwicklung unseres Schuhs basiert auf den vier Säulen der Nachhaltigkeit. Zunächst einmal ist er Vegan & Tierleidfrei. Das bedeutet, dass wir bewusst auf tierische Materialien verzichten. Somit muss kein Tier für den Sneaker leiden und gleichzeitig kommen deine Füße nicht mit dem bei der Lederproduktion verwendeten, krebserregenden, Chrom IV in Berührung. Man könnte also von einer klassischen Win-Win Situation sprechen.

Außerdem ist der Schuh Handmade in Portugal, wodurch wir unter anderem faire Löhne, angemessene Arbeitszeiten, Krankenversicherung und Verbot von Kinderarbeit garantieren können.  Des Weiteren besteht der Schuh fast ausschließlich aus recycelten Materialien. Alte Autoreifen, Baumwollreste aus der Textilindustrie und ehemalige PET Flaschen machen deinen Schuh langlebig und bequem. Zuletzt ist der Schuh klimaneutral. Das bedeutet wie oben angesprochen, dass das durch die Produktion und die Lieferwege entstandene CO2 zu 100% kompensiert wird.

Welche neuen veganen Produkte kommen in nächster Zeit?

Wir planen permanent an neuen sinnvollen Accessoires, die Im Normalfall aus Leder bestehen. Auch die Schuhlinie wird weiterentwickelt werden!

Auf welchen Fachmessen/Events kann man euch in den nächsten Monaten treffen?

Die Messezeit geht im Januar für uns wieder los mit der Neonyt in Berlin, der INNATEX in Frankfurt und der ISPO in München.

Welcher Typ Handelspartner passt am besten zu euch?

Das ist eine schwierige Frage, da wir als Marke zwischen den beiden Welten Mode und Sport liegen.

Dieser Style wird oft als „Athleisure” oder „Urban outdoor” bezeichnet. Allerdings gibt es Deutschlandweit kaum Händler die das so aufgreifen. Die einen sind meist total auf Sport und Funktion ausgerichtet, die anderen mehr auf Mode ohne jegliche Funktionalität (außer den Look natürlich).
Bei uns geht der Fokus bei der Kollektionsentwicklung aber immer sehr stark auf den multifunktionalen Einsatz der Teile, heißt dass man das Outfit auf dem Weg zur Arbeit, während der Arbeit, aber auch beim Sport und in der Freizeit tragen kann. Allerdings hat sich in den letzten 10 Jahren ein sehr großes Händlernetz im Bereich jünger orientierte „green fashion” aufgebaut. Hier beliefern wir im Moment die meisten Händler!

Wie wird der vegane Lifestyle die Fashion-Industrie verändern?

Generell kann man hoffen, dass noch mehr Menschen auf tierische Produkte verzichten oder zumindest wenigstens Einsparungen vornehmen.

Unser Klima (und natürlich auch die Tiere) wird es uns danken! Aber durch den Lifestyle Effekt der Mode hat man immer ein sehr gutes Sprachrohr ohne gleich mit dem „grünen Zeigefinger” hantieren zu müssen!
Anzeige
Kennen Sie schon unsere internationale Ausgabe? Hier klicken (Link auf vegconomist.com) vegconomist (nicht veconomist)