Hightech-Jacken aus synthetischer Spinnenseide

©spiber.jp
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Spinnenseide, eine neue und innovative Textilie der Firma Spiber aus Japan, erobert die Sportmode.

Spinnennetze, der Schreck in jedem Haus, haben weit mehr Potential als der Anblick der unerfreulichen Erscheinungen vermuten lässt. Das Potential der Spinnfaser hat Spiber – ein Biotechnologie-Unternehmen aus Japan – für sich entdeckt. Nach 11 Jahren Forschung zu den Eigenschaften dieses Materials, wurde nun ein Verfahren entwickelt, mit dem Spinnenseide synthetisch hergestellt werden kann.

Durch ein aufwändiges mikrobielles Fermentations- und Spinnverfahren wird aus synthetischen Seidenproteinen die Seidenfaser gewonnen. Die Faser ist umweltfreundlich in der Herstellung und hochgradig an die entsprechenden Verwendungszwecke anpassbar. Im Vergleich zu den auf Erdöl basierenden, synthetischen Materialien wie Polyester oder Nylon, weist die Spinnenfaser eine höhere Qualität auf: Die Faser ist enorm belastbar und hält hoher Reibung stand. Diese erstaunlichen Eigenschaften und das Gleichgewicht zwischen Funktionalität und Umweltfreundlichkeit macht sie deshalb besonders für die Industrie und für Outdoor-Bekleidung interessant.

Innovation durch Kooperation

Bereits in der Vergangenheit hat sich Spiber durch Kooperationen mit industriellen Schwergewichten ausgezeichnet. 2016 hat das Unternehmen zum Beispiel mit Lexus das “Kinetic Seat Concept” entwickelt; einen ergonomischen Sitz, der Ermüdungserscheinungen während Autofahrten reduziert und durch das eingebaute Spinnenseidenprotein QMONOS™ Schläge im Rückenbereich dämpft.

Eine weitere innovative Kooperation ging Spiber mit Goldwin – einem traditionsreichen, japanischen Skibekleidungs- und Lifestyle-Label – ein. Im Winter 2019 soll die hochfunktionelle Skijacke MOON PARKA™, die auf dem Design des bekannten North Face Antarctica Parka basiert, auf den Markt kommen. Das Außenmaterial des Parkas wird dabei vollständig aus der Seidenproteinfasern QMONOS bestehen. Da die Faser 340-mal härter ist als Stahl, hält die Jacke einer hohen Abnutzung stand. Das passende Protein für diesen Zweck wurde von Spiber sorgfältig aus ihrer Datenbank ausgewählt und evaluiert. Der Prototyp des Moon Parka, der bereits 2015 präsentiert wurde, ist das erste Kleidungsstück, das in einem industriellen Fertigungsprozess hergestellt wurde. Dieses Jahr ist der Prototyp für den renommierten Beazley Designs of the Year Award nominiert und ist bis 9. Januar 2019 im Design Museum in London ausgestellt.

Spiber geht mit seinen Industrie-Kooperationen und Produktionsprozessen neue Wege. Aus ihrer Unternehmensvision wird ersichtlich, dass sie ein klimafreundliches Material schaffen wollen, das erneuerbar, nachhaltig und unabhängig von fossilen Brennstoffen ist. Wir hoffen auf viele weitere Fashion-Kooperationen mit diesen Umweltpionieren.

Dieser Artikel stammt von Franziska Walser, Mitgründerin von Faloa, dem Onlineshop für vegane, nachhaltige und faire Mode. (Launch Februar 2019)

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