CNN informiert über Algen als Proteinquelle

Algen in strahlend blauem Wasser. Die Sonne scheint von oben ins Meer hinein
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Der US-amerikanische Fernsehsender “Cable News Network” (CNN) stellt in einem aktuellen Artikel die Vorteile von Algen heraus, besonders im Bezug auf deren Proteine. Schon häufiger wurde berichtet, dass pflanzliche Proteine einen positiven gesundheitlichen Effekt haben und dieselbe Wertigkeit wie tierisches Molkenproteine besitzen.

Auch wenn bisher die meisten Proteine in der menschlichen Ernährung aus tierischen Quellen stammen, bieten Algen nun ein gehöriges Potential für einen Umschwung. Algen bestehen zu 40 Prozent aus Eiweiß und enthalten beim Vergleich der Landnutzung siebenmal mehr Eiweiß als Sojabohnen. Doch auch beim Sauerstoff spielen Algen eine wichtige Rolle. Wissenschaftler behaupten, dass 50 Prozent des weltweiten Sauerstoffs von Algen stammen – im Gegensatz zur Aufzucht von Tieren, die Treibhausgase in die Atmosphäre des Planeten emittieren, was letztlich zum Klimawandel beiträgt.

Zudem werden rund 70 Prozent des weltweit verfügbaren Süßwassers für die Viehzucht oder den Anbau von Nutzpflanzen verwendet. Algen dagegen gedeihen unter minimalen Frischwasserbedingungen und wachsen fast überall. Sie brauchen fast nichts zum Wachsen, sind schnell erntereif und überaus nährstoffreich. Die Alge ist damit ein interessantes Produkt der Nahrungsproduktion.

Beispiel “iWi” Life

Ein Unternehmen, das der Alge eine vielversprechende Zukunft voraussagt, ist das Unternehmen iWi Life. Es nutzt das ganze Jahr über eine 900 Hektar große Farm um Algen anzubauen. Zurzeit entwickelt das Unternehmen Snacks und Proteinpulver auf Algenbasis. Hauptsächlich produziert es Algenpulver und Tabletten als Wellness-Ergänzung. Vor allem die vegane Version des Nahrungsergänzungsmittels von iWi Life weist höhere Mengen an Omega-3-Fetten auf als zum Beispiel Fisch- oder Krillöl, die konventionell zur Versorgung mit Omega-3 verwendet werden.

Generell erfreuen sich pflanzliche Proteine aus verschiedenen Gründen zunehmender Beliebtheit, unter anderem wegen ihrer geringen Auswirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Tierschutz. Dabei sind Algen nicht die einzige Quelle,  auch der Markt für Erbsen-Protein steigt. Außerdem wurden speziell proteinhaltige Pilzzüchtungen entwickelt