UK – Tierschutzorganisation „SAFE“ stellt ausschließlich Veganer ein

Blonde Frau im Bewerbungsgespräch
© contrastwerkstatt – stock.adobe.com

Vor kurzem veröffentlichte die Tierschutzorganisation „SAFE“ eine Stellenanzeige für einen Job in der eigenen Medien- und Kommunikationsabteilung. Voraussetzung für die Position war eine vegane Ernährung. Diskriminierung oder gerechtfertigte Anforderung?

Auch wenn dieses Auswahlkriterium auf enorme Kritik stößt, welche die Verbindung zwischen Qualität der Arbeit und Lebens- bzw. Ernährungseinstellung anzweifelt, steht SAFE hinter seiner Anforderung. „Die meisten Menschen werden aus ethischen Gründen vegan, sei es der Tier- oder der Umweltschutz und die Anforderung besteht darin, Menschen herauszufiltern, die diese ethischen Überzeugungen nicht teilen.“, so die Arbeitsrechtsanwältin Kathryn Dalziel.

Allerdings könnten damit diskriminierende Ausschlussfaktoren wegen der ethischen Überzeugung entstehen, auch wenn die britische Bevölkerung einer veganen Lebensweise immer offener gegenübersteht, . Viele werfen SAFE nun eine Verletzung der Privatsphäre sowie Diskriminierung aufgrund von persönlichen ethischen Überzeugungen vor. Trotzdem hat SAFE vor drei Jahren von der Menschenrechtskommission und drei unabhängigen Anwälten grünes Licht bekommen, nachdem nur noch Veganer eingestellt wurden.

„Ich fühle mich sehr wohl, wir brechen keine Regeln.“, sagte Geschäftsführerin Debra Ashton. „Die Anforderung schränkt die Zahl der Bewerber auf diejenigen ein, die sich wirklich an die Ziele von SAFE halten und es erleichtert damit die Arbeit“, führte sie weiter aus.

Bevor die Tierschutzorganisation nur nach veganen Bewerbern fragte, hatten sich Hunderte von Menschen für Jobs beworben, „die sagten, dass sie Tiere wirklich liebten, aber dies tatsächlich nicht so tun wie wir“, sagt Ashton.

Sie argumentiert, dass sich mit einem solchen Einstellungskriterium viele interne Debatten lösen lassen bzw. erst gar nicht entstehen, da es ein stärkeres Arbeitsumfeld durch eine gemeinsame Philosophie erzeugt. Sie sieht eine große Problematik darin, die nötige Glaubwürdigkeit bei der Kommunikation nach außen zu wahren, wenn die eigenen Überzeugungen nicht mit denen von SAFE konform sind. Bei von der Öffentlichkeit gestellten Fragen, wie: „Was ist mit deinen Schuhen?“ oder „Isst du Milchprodukte?“ besteht Ashton darauf, dass die Mitarbeiter diese Fragen im Sinne von SAFE mit einer veganen Einstellung beantworten.