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Bio-Käsealternativen: Cashewrella will glücklich machen und startet Auktion

Bild: Cashewrella
© Cashewrella

Der Göttinger Spezialist für vegane Käse-Alternativen Cashewrella kreiert von Hand gefertigte Käsealternativen aus rein pflanzlichen Zutaten. Die Kreationen des Unternehmens sind zu 100% bio, vegan und Fairtrade und sollen von Geschmack und Konsistenz den herkömmlichen Käsevarianten in nichts nachstehen. Wir wollten mehr über Cashewrella erfahren und sprachen im Interview mit Udo Flachs Nóbrega, dem Geschäftsführer von Cashewrella.

Herr Nóbrega, was genau bietet Cashewrella an?

Cashewrella bietet Premium-Käsealternativen mit weißen und blauen Edelschimmelkulturen an. Alternativen zu Camembert und Blauschimmel wie unseren Vamembert und PlesseBlue. Als weitere Option kommen in naher Zukunft lang gereifte große Laiber zu Hartkäse-Alternativen hinzu.

Wir starten nach einer ersten Testphase endlich in der nächsten Woche mit der Produktion der veganen Gouda-, Berg-, und Parmesan-Alternativen. Um das zu belegen, versteigern wir einen lang gereiften PlesseBlue, sieben Monate gereift, fest und herzhaft.

Am Freitag (26.8) startet auf www.cashewrella.de/pages/products-on-auction die Auktion für einen PlesseBlue, der 7 Monate gereift, unsagbar lecker ist. Denn einen 7 Monate gereifte vegane bio Käse-Alternative gibt es am Markt noch nicht. Nur bei uns.

Start der Auktion ist am 26.08.2022 12:00 Uhr, Ende 28.08.2022 20:00 Uhr.

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© Cashewrella

Was macht die Käsealternativen von Cashewrellla so besonders?

Unsere veganen Käse Kreationen weisen alle eine kurze und gesunde Zutatenlisten auf, zum Beispiel besteht unser Vamembert nur aus Cashews, Wasser, Salz und Fermentationskulturen. Der Geschmack entwickelt sich aus den besten biologischen Zutaten, mit viel Liebe in der Herstellung und unseren besonderen geheimen Reifungsprozess.

Wir sind die ersten veganen Käsealternativen-Hersteller, die es geschafft haben, dass unsere Camembert-Alternative unser Vamembert und unsere Blauschimmel-Alternative, der PlesseBlue, mit fortschreitender Reifung intensiver im Geschmack und immer cremiger wird.

Damit stehen wir an der Stufe zur Affination unserer Produkte! Aus guten veganen Käsealternativen noch bessere zu machen und für Genuss und Freude zu sorgen.

Der zentrale Vorteil einer Affination ist der Genuss. Können Sie uns erklären, wieso ein länger gereifter Käse in der Regel leckerer schmeckt?

Natürlich, die Käsekulturen bauen Kohlenhydrate, Proteine und Fette ab. Sie erzeugen aus unseren besonderen Biozutaten leckere Geschmacksnuancen. In der langen Reifung verlieren unsere Kreationen Wasser und bilden so noch mehr Genussfacetten aus. Mit unserem besonderen Reifeprozess erreichen wir besondere Genussmomente, die ich liebe! Unsere Weichkäse-Alternativen werden zarter und cremiger, je näher sie am MHD oder darüber gehen, die Hartkäse werden herzhaft, lecker und schön fest.

Was ist Botschaft hinter der Marke bzw. möchten Sie ein bestimmtes Statement vermitteln?  

Genuss verbindet!

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Wie sind Sie auf die Idee gekommen, vegane Käsealternativen zu kreieren und eigens herzustellen?

Meine Frau Silvia hat mit 14 Jahren angefangen vegetarisch zu leben. Ich war zu der Zeit noch normaler Esser, aber mit der Zeit hat sich der Tierschutzgedanke bei mir durchgesetzt und ich habe meine Ernährung auf vegane Ernährung umgestellt. Als Vegetarier habe ich es sehr geliebt, leckere Käseplatten anzurichten und anschließend mit meiner Frau im Sonnenuntergang mit einem schönen Wein zu genießen. Vor ca. 12 Jahren haben wir die Ernährung von vegetarisch auf vegane Ernährung problemlos umgestellt.

ABER: Ich habe ein Problem entwickelt, dass ich keinen Käse essen konnte! Ich habe viele vegane Alternativen aus dem Supermarkt probiert, aber die haben mich nicht überzeugt. Meistens werden sie aus Stärke, Fetten und Aromastoffen hergestellt, sind in Plastik verpackt und schmecken nicht wirklich gut und schon gar nicht nach Käse. Damit lässt sich keine schöne Käseplatte kreieren und einen schönen Abend genießen.

2018 war dann mein Frust so groß, dass ich angefangen habe zu recherchieren, wie man Käse macht und was es für Ansätze in der veganen Käseherstellung gibt. Da habe ich einen veganen Käsehersteller in Berlin besucht, der mich sehr inspiriert hat. Ich bin mit einem Wert von über hundert Euro veganem Käse aus seinem Laden hinausgegangen und habe meiner Familie einen wunderbaren Käseabend geschenkt! Von da an wusste ich, dass es klappt, ich habe angefangen meine eigenen Käsesorten herzustellen. Zuerst habe mit Frischkäse- und Mozzarella-Alternativen experimentiert. Meine Familie war begeistert.

Dann habe ich es bei einem Businessfrühstück bei meinem damaligen Arbeitgeber im Team ausprobiert. Meine Teammitglieder waren begeistert von dem Käse, denn ich hatte vorher nicht verraten, dass es vegane Käsealternativen sind. Anschließend erhielt ich das Angebot für einen kleinen Laden mit einer sehr kleinen Küche und Gewölbe darunter, machte 30 Businesspläne, die ich immer wieder in den Müllkorb warf, der 31. hat gezündet, das war die Geburtsstunde von Cashewrella.

Cashewrella vereinigt strategisch Genuss mit Nachhaltigkeit. Aber was bedeutet das?

Alle Unternehmensentscheidungen, die bei Cashewrella getroffen werden, werden auf ihre Nachhaltigkeit hin überprüft und ob sie natürlich auch Genuss technisch den Ansprüchen genügen.  Zum Beispiel ist entschieden worden, dass für unseren Crema-Schnittlauch, der Schnittlauch regional eingekauft wird. Von einem Biohof in der Nähe von Göttingen, wenn sie im Winter keinen Schnittlauch haben, können wir den Crema-Schnittlauch auch nicht unseren Kunden anbieten. Wir verwenden veganen Bio-Ökostrom und versenden unsere Käse an unsere Kunden in einem nachhaltigen Kühlsystem, das aus recycelten Zellstoff hergestellt wird und wiederum zu 100 % recycelt werden kann.

Von Nachhaltigkeit kann kein Unternehmen allein leben, deshalb ist der Genuss ein wesentliches Element der Strategie. Jedes unserer Produkte muss im Genuss zu hundert Prozent überzeugen, sonst werden wir es unseren Kunden nicht anbieten. Ein veganes Fondue hat es z.B. leider nicht geschafft, mit ins Programm aufgenommen zu werden, da es vom Genuss nicht ganz unseren Erwartungen entsprochen hat.

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Unsere veganen Käse Kreationen weisen alle eine kurze und gesunde Zutatenlisten auf, zum Beispiel besteht unser Vamembert nur aus Cashews, Wasser, Salz und Fermentationskulturen. Der Geschmack entwickelt sich aus den besten biologischen Zutaten, mit viel Liebe in der Herstellung und unseren besonderen geheimen Reifungsprozessen.

Wir wollen keinen überzeugen sich vegan zu ernähren, unser Ziel ist es einzig und allein unsere Käsealternativen auf die Zunge unserer Gäste und Kunden zu bekommen und mit Genuss zu überzeugen. Somit erreichen wir jeden, der Genuss liebt. Mit jedem Bissen wird die Welt ein kleines bisschen besser.

Was war die größte Herausforderung in der Gründung?

Genuss ist für mich die einzige Herausforderung! Denn wenn ein Gast oder eine Kunde ein Produkt von uns verkostet, dann sehe ich so bald unsere Kreationen auf die Zunge und das Gesicht Freude, Begeisterung ausstrahlt und die Augen anfangen zu leuchten, ob ich mein Ziel erreicht habe oder nicht. Für mich der wichtigste Moment im gesamten Prozess, daraus ziehe ich all meine Kraft für die Umsetzung.

Bei unserem Vamembert Varianten und dem PlesseBlue haben wir in der Langzeitreifung einen zarten Schmelz erreicht, der die Kunden begeistert, das arbeiten wir derzeit weiter aus. Derzeit starten wir gerade eine neue Produktvariante zu Hartkäse-Alternativen wie Gouda-, Bergkäse, und Parmesan-Alternativen.

Wie sehen die weiteren Ziele für Cashewrella aus?

Wir wollen unsere Kunden und Gäste mit unseren Kreationen glücklich machen, sonst nichts, …

Herr Nóbrega, wir bedanken uns für das Gespräch.

 

Weitere Informationen unter www.cashewrella.de.

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