raccoon: “Unsere Schokolade soll besser sein für Mensch, Tier und Umwelt.”

Matthias Ludwig – Gründer von raccoon
© raccoon foods GmbH
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Ob groß oder klein, alle lieben Schokolade. Doch oftmals wird einem der Schokoladen-Genuss mit mahnenden Worten madig gemacht, was nicht zuletzt an dem hohen Zuckergehalt liegt. Das Schokolade aber auch ‘gesünder’ geht und das nicht nur für den Menschen, sondern auch für Tiere und die Umwelt, das zeigt raccoon. Die neuartige Schokoladenmarke setzt auf bewährten Schokoladen-Genuss mit fair gehandelten und veganen Bio-Zutaten. Wir haben im Interview mit Gründer Matthias Ludwig mehr über raccoon und deren Mission erfahren.

Wofür steht der Name raccoon?
Der raccoon – also Waschbär auf deutsch – ist unser kleiner, sympathischer Markenbotschafter. Da wir keine normale Schokolade sind, wollten wir auch bewusst anders aussehen und anders heißen. Schnell war uns klar, dass ein Tier doch super zu veganer Schokolade passt. Der Waschbär ist es schließlich geworden, weil er frech und neugierig ist, was super zu unserer innovativen Schokolade und unserem Image passt. Naja, süß ist er natürlich auch. (lacht)

Was unterscheidet eure Schokolade von den vielen anderen?
Fast jeder liebt Schokolade. Aber wenn wir ehrlich sind, wissen wir alle, dass gerade die klassischen Vollmilchschokoladen voll mit einfachem Zucker sind und oft nicht besonders fair und nachhaltig produziert werden. Wir wollten daher eine Schokolade schaffen, die man sich wirklich mit einem guten Gewissen gönnen kann. Zum einen sind unsere Schokoladen gesünder, als die „Durchschnittsschokoladen“. Sie haben nur halb so viel Zucker, dafür aber einen Proteinanteil von über 22 Prozent. Gesüßt wird unsere Schokolade außerdem mit blutzuckerfreundlichem Kokosblütenzucker.

Zum anderen sind unsere Schokoladen auch wesentlich nachhaltiger. Sie bestehen aus Bio-Zutaten, fair gehandeltem Kakao und sind rein vegan. Die Verpackungen bestehen aus kompostierbarem Cellophan und FSC zertifiziertem Karton.

raccoon Schokolade soll also besser sein für Mensch, Tier und Umwelt.

Kleine Mixbox der Sorten
© raccoon foods GmbH

Welche Sorten bietet ihr aktuell an?
Aktuell bekommt man die Sorten Klassisch, Erdbeere, Kokos, Mandel, Kirsche Kakaonibs, Espresso, Haselnuss und Erdnuss Meersalz. Ein bisschen Abwechslung ist also geboten.

Welche Neuigkeiten sind 2018 noch zu erwarten?
Wir haben uns für dieses Jahr noch einiges vorgenommen. Seit dem 20. September nehmen wir an einem Crowdfunding-Contest auf Startnext teil. Dort wollen wir die Produktion weiterer Sorten vorfinanzieren.

Starten wollten wir zur Gründung mit dem Typ Vollmilchschokolade. Die gab es bisher nicht in ‘gesünder’ und daher war diese Innovation eine schöne Herausforderung für uns. In der Zwischenzeit haben uns aber so viele Wünsche erreicht, dass wir nun auch eine dunkle Schokolade und eine weiße Schokolade auf den Markt bringen wollen. Der Crowdfunding-Contest bietet einen großartigen Rahmen für uns, um dieses Projekt verwirklichen zu können.

Worum genau geht es bei dem Crowdfunding-Contest?
Beim Crowdfunding Contest nehmen 20 Start-ups aus der Food-Branche teil. Jeder kann die einzelnen Projekte der Start-ups mit kleinen Beträgen finanziell unterstützen und erhält als Dankeschön als allererster die neuen Produkte der Start-ups. Die drei Startups mit den meisten Unterstützern können sich dann, nach Ablauf der Finanzierungsphase, über weitere Unterstützungsleistungen des Ausrichters freuen. Wir wollen also möglichst viele Unterstützer von unserem Projekt überzeugen.

Welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit bei raccoon?
Das Thema Nachhaltigkeit spielt neben dem Thema Gesundheit die zentrale Rolle in unserem Konzept. Es ist unsere Grundüberzeugung, dass Unternehmen verantwortungsvoller wirtschaften und ein entsprechendes Angebot schaffen sollten. Wir freuen uns, dass sich in der Food-Branche schon so einiges tut und dass gerade innovative Start-ups das Thema Nachhaltigkeit viel stärker aufgreifen, als manche großen und etablierten Player. Gleichzeitig merken wir auch, dass Konsumenten ein größeres Bewusstsein für die Thematik entwickeln. Eine schöne Entwicklung, die aber gerne noch mehr Fahrt aufnehmen darf.

Ihr werbt mit 50 Prozent weniger Zucker, wie ist das zu verstehen?
Da unsere Schokolade vom Geschmack in die Vollmilch-Richtung geht, vergleichen wir uns auch mit diesem Produktsegment. Normale Vollmilchschokoladen haben teilweise 50 bis 60 Prozent puren Zucker. Unsere raccoon Schokolade kommt mit 21 bis 24 Prozent Zucker aus. Im Vergleich: So viel Zucker hat für gewöhnlich eine dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von 75 Prozent, die dann aber natürlich viel bitterer schmeckt.

Wo kann man euch derzeit kaufen?
Das Thema Vertrieb hat eigentlich erst vor ein paar Monaten bei uns angefangen. Neben ein paar Onlineshops findet man uns inzwischen auch schon in den ersten knapp 70 Supermärkten (EDEKA, REWE, real) aber auch vereinzelt in Yoga-Studios, Cafés und auch Fitnessstudios.

Welche Kanäle würdet ihr in Zukunft gerne zusätzlich bespielen?
Unser großes Ziel sind die Bio-Supermärkte, also Ketten wie denns und Alnatura beispielsweise. Wir wissen, dass dort viele unsere aktuellen Kundinnen und Kunden unterwegs sind, die bewusst und qualitätsorientiert einkaufen. Wir sind uns sicher, dass wir dort einfach perfekt reinpassen. Aber die Konkurrenz ist groß und der Platz in den Märkten ist beschränkt. Wir sind gespannt, wie weit wir mit unserer Idee kommen können.

Ansonsten sind wir aber auch immer für Neues offen. Wir hatten uns nie wirklich Gedanken über das Thema Export gemacht und werden nun aufgrund einer Anfrage schon bald die ersten Supermärkte in Estland beliefern.

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