vanilla bean: “Es ist Zeit für eine neue Art des Lieferns. Essen liefern geht auch ohne Verpackungsmüll.”

Das Team von vanilla bean
© vanilla bean
Anzeige
Veggieworld (in 18 Städten weltweit)- Jetzt Standfläche sichern und Veggie-Zielgruppen besser erreichen.

Bisher kannte man vanilla bean als Restaurantführer-App, mit der man unterwegs veganfreundliche Lokale finden kann. Nun tritt das Startup in eine neue Phase ein: vanilla bean soll zum weltweit ersten veganen und verpackungsfreien Restaurant-Lieferdienst werden. Dazu startet derzeit eine Crowdinvesting-Kampagne. Mitgründer und CEO Fabian Kreipl verriet uns im Interview, was es mit dem nachhaltigen Lieferdienst-Konzept auf sich hat.

Vom Restaurantführer zum veganen Lieferdienst – wie kam es zu dieser Entwicklung?
Die Grundidee von vanilla bean war seit jeher, es Menschen so einfach wie möglich zu machen, sich vegan und nachhaltig zu ernähren – egal wo sie gerade sind. Unterwegs kann unsere momentane App eine große Hilfe sein. Aber was ist, wenn ich mal nicht ausgehen möchte? Immer mehr Menschen lassen sich gerne bequem etwas nach Hause oder ins Büro liefern. Genau da setzen wir nun an.

Was wird vanilla bean von anderen Lieferdiensten unterscheiden?
Zum einen natürlich, dass wir auf vegane Küche spezialisiert sind. Viel wichtiger jedoch ist, dass wir verpackungsfrei liefern werden. Dieses Konzept ergab sich unter anderem durch Gespräche mit Wissenschaftlern an der TU Berlin, wo wir Industrie-Partner eines Forschungsprojekts zum Thema Verpackungsvermeidung sind. Ursprünglich wollten wir auf umweltfreundliche Verpackungen setzen. Doch je mehr wir recherchierten, vor allem zum Thema Müllproblematik, desto klarer wurde, dass es noch umweltfreundlicher gehen muss als beispielsweise mit Behältern aus Bio-Plastik. Acht Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich in den Weltmeeren. Fast 50 Prozent des weltweit erzeugten Plastikmülls stammen von Verpackungen. Dementsprechend ist es frustrierend, nach einer größeren Bestellung beim Lieblingslokal eine kleine Müllhalde bei sich zuhause zu haben. Es ist Zeit für eine neue Art des Lieferns. Essen liefern geht auch ohne Verpackungsmüll.

Wie darf man sich das verpackungsfreie Konzept vorstellen?
Der Kunde bestellt über die vanilla bean-App sein gewünschtes Essen. Dieses wird per Fahrradkurier in einer wiederverwendbaren Box geliefert. Bei der nächsten Bestellung bekommt der Kunde sein Essen in einer neuen Box und gibt die alte einfach zurück. Der Kurier gibt sie im nächsten Restaurant wieder ab, wo sie professionell gereinigt wird. Wir tracken alle Boxen, sodass wir zu jeder Zeit wissen, ob noch genügend Boxen in den Restaurants vorhanden sind. So bauen wir ein Mehrwegsystem aus wiederverwendbaren Boxen auf. Wichtig ist uns, dass die Boxen fair produziert und voll kompostierbar, aber dennoch robust und spülmaschinenfest sind. Wenn man möchte, kann man die Boxen auch privat zuhause oder unterwegs als Brotzeitbox verwenden.

Wann und wo wird der Lieferdienst starten?
Zunächst bauen wir den Lieferdienst in Berlin auf. Hier haben wir auch bereits einen nachhaltigen Logistik-Partner, Messenger, gewonnen. Deren Fahrradkuriere arbeiten unter sozialverträglichen Bedingungen, was für uns eine wichtige Voraussetzung war. Wir haben auch schon zahlreiche Restaurant-Partner in Berlin an Board. Der Lieferdienst startet dort im Spätsommer 2019. Im nächsten Schritt soll auf weitere Städte ausgeweitet werden.

Wie kann man sich bei Ihnen beteiligen?
Gerade starten wir eine Crowdinvesting-Kampagne auf Companisto. Das ist die größte Crowdinvesting-Plattform im deutschsprachigen Raum. Auf unserer Profilseite kann man mehr über unseren Lieferdienst und unser Geschäftsmodell erfahren. Dort kann man sich auch in wenigen einfachen Schritten direkt beteiligen.

Anzeige
Kennen Sie schon unsere internationale Ausgabe? Hier klicken (Link auf vegconomist.com) vegconomist (nicht veconomist)