Veggieworld: “Wir wagen den großen Schritt nach Asien.”

Portrait Hendrik Schillkes
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Die Veggieworld ist ein Pionier in Sachen vegane Messen und hat eine schnelle Expansion hinter sich. Nun möchten die Messeveranstalter weiter die vegane Welt erobern und richten ihre Augen Richtung Italien und Asien. Wir sprachen mit Hendrik Schillkes über das vergangene Jahr und die neuen Expansionspläne.

Wie ist 2018 für euch insgesamt gelaufen?
2018 war definitiv erfolgreich. Wir waren neben Deutschland zu Gast in 8 Ländern und haben in allen Ländern erleben dürfen, dass die vegane Lebensweise überall auf dem Vormarsch ist. 

Welche Premieren hattet ihr dieses Jahr in welchen Städten und wie war die Resonanz dort?
Premieren hatten wir in diesem Jahr in Warschau und Lissabon. Warschau war ein Riesenerlebnis. Sehr viel positive, vegane Energie und tolle Menschen. Leider werden wir die Messe aus wirtschaftlichen Gründen und wegen der massiven Konkurrenz auf dem polnischen Markt vorläufig nicht wiederholen.

Die VeggieWorld Lissabon war mit 50 Ausstellern die bis dato kleinste Messe. Mit 3.500 Besuchern kamen die Aussteller aber voll auf ihre Kosten. Der Standort Lissabon hat auf jeden Fall Potential. 

2019 steht China erstmals auf dem Programm, was spricht für den Veranstaltungsort Hangzhou?
Ja, genau. Wir wagen den großen Schritt nach Asien. Hangzhou wird auch als der Garten im Hinterland von Shanghai bezeichnet. Die Stadt ist aber nicht nur eine der grünsten und schönsten Städte Chinas, sondern auch eine der am schnellsten wachsenden und innovativsten Städte. Nicht umsonst hat Ecommerce-Gigant Alibaba seinen Hauptsitz in Hangzhou. Mittlerweile haben mehr als ein Drittel der E-Commerce-Unternehmen und über 40 Prozent aller B2B-Handelsplattformen Chinas ihren Sitz in Hangzhou.

Außerdem ist Hangzhou eine große Studentenstadt und Heimat unseres Partners Just Right Exhibitions. Deren Super Health Expo findet zeitgleich und in der gleichen Halle wie die VeggieWorld statt.

Wie viele VeganerInnen gibt es in China, wie entwickelt sich der vegane Markt dort?
Verschiedene Statistiken sprechen von 20 Millionen vegan lebenden Menschen in China. Damit ist China das Land mit den absolut gesehen meisten vegan lebenden Menschen der Welt. Leider gibt es kaum weitere, glaubhafte Statistiken. Verschiedene Soft-Facts sprechen aber für eine sehr positive Entwicklung in den nächsten Jahren. So steigen sowohl die Zahl als auch die Größe vegan und vegetarisch orientierter NGOs in China. Auch ProVeg strebt mit Nachdruck auf den chinesischen Markt. Zudem haben Regierungsvertreter in diesem Jahr erstmals eine Empfehlung für eine vegane oder zumindest vegetarische Lebensweise ausgesprochen.

Können sich Unternehmen noch für die VeggieWorld in China anmelden?
Ja, sehr gerne. Wir haben schon zahlreiche Anmeldungen aus China selbst. Auch aus anderen asiatischen Ländern liegen uns bereits Anmeldungen vor. Das Interesse aus Europa ist sehr groß. Zwischen dem Interesse und der finalen Unterschrift liegen aber verständlicherweise oft zahlreiche Telefonate und Überlegungen. Wir werden die Europäischen Aussteller natürlich umfangreich in allen Bereichen der Planung und Vorbereitung unterstützen.

Welche sonstigen Neuerungen gibt es für 2019?
In 2019 werden wir neben Hangzhou noch unsere Premieren in Turin, Madrid und Hong Kong feiern. Italien steht schon lange auf unserer Liste. Manchmal dauert es aber ein bisschen, bis man die richtige Person für die Umsetzung findet. Dies ist nun geschehen und im März findet die erste VeggieWorld in Turin statt.

Madrid ist die logische und geforderte Ergänzung zur sehr erfolgreichen VeggieWorld in Barcelona. Hong Kong entwickelt sich seit einigen Jahren zu einem veganen Hotspot. Die große Offenheit Hong Kongs in puncto Einfuhr und Handel mit ausländischen Unternehmen machen Hong Kong zu einem spannenden Markt für uns.

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