Vivera: “Wir stellen komplett auf 100% pflanzlich um”

Die grüne Fabrik von Vivera veganen Fleischalternativen
© vivera
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Heutzutage ist das Angebot an vegetarischen und veganen Produkten enorm. Doch wie war das in den 90ern? Oftmals mussten die Konsumenten in diesen Zeiten zu Natur-Tofu greifen, da es noch keine Auswahl an schmackhaften Alternativen gab. Einige Pioniere wie “Vivera” haben dieser Tristesse jedoch ein Ende gesetzt und früh die Produktlandschaft mitgestaltet. Nun will Vivera noch einen Schritt weiter gehen. Wir haben mit Gerben Vink von Vivera u.a. zu den jüngsten Entwicklungen mit Tesco und des neuen, veganen Steaks gesprochen.

Wie ist Viveras derzeitige Position im Markt der Fleischalternativen?
Wie sicher viele bereits wissen, ist Vivera eine der größten Marken Europas. Wir vertreiben unsere Produkte derzeit in 23 europäischen Ländern und das in ca. 25.000 Supermärkten. Unser Sortiment an Fleischersatzprodukten umfasst dabei heute rund 40 Produkte – Tendenz steigend.

1990 seid ihr mit vegetarischen Produkten angefangen und produziert heute sogar vegane Fleischalternativen. Wie ist eure Einschätzung des Fleischersatz-Marktes diesbezüglich?
Wie bereits gesagt, haben wir bereits im Jahre 1990 mit der Produktion von Fleischalternativen begonnen. Eigentlich waren wir hier sogar der Pionier. Im Laufe der Jahre sind wir dann angewachsen zu einem der größten Produzenten Europas. Aber wir wollen dennoch unsere Pionier-Position halten und stellen daher das gesamte vegetarische Sortiment komplett auf 100% pflanzlich um.

Wir haben uns für diesen Schritt entschieden, weil wir gemerkt haben, dass immer wieder viele Endverbraucherfragen zu diesem Thema kamen. Deshalb haben wir uns der Herausforderung gestellt unsere Produktlinie auf 100% pflanzlich umzustellen. Mittlerweile bringen wir sogar jede Woche ein neues Produkt raus, welches vorher vegetarisch war und nun zu 100% pflanzlich ist. Letzte Woche war das zum Beispiel unsere “Oosterse Schijf” (Orientalischer Bratling) und diese Woche wird es die “Groente Schijf” (Gemüse Bratling) sein.

Ihr habt gerade angefangen euer pflanzliches Steak in den TESCO-Supermärkten zu vertreiben. Wie verlief der Launch?
Wir vertreiben bei TESCO nicht nur unser 100% pflanzliches Steak, sondern noch eine Vielzahl weiterer Produkte, wie zum Beispiel unsere Fischstäbchen, Pulled Veggie, Shoarma und den Kürbis-Süßkartoffel-Burger. Mit dem Launch und der Zusammenarbeit mit TESCO sind wir sehr zufrieden!

Wie schafft ihr es eigentlich, dass aus Gemüse fleisch-ähnliche Produkte werden, und das mit authentischem Geschmack, Farbe und Konsistenz?
(lacht) Das ist ganz allein das Geheimnis unserer Produktentwickler Jeroen & Robin.

Sind denn noch weitere, neue Produkte für 2018 geplant?
Oh ja, einige. (zwinkert & schweigt)

Ihr sagt von euch selbst, dass ihr die fast “grünste Fabrik” von Europa besitzt. Wie sieht das genau aus und warum ist das für euch wichtig?
Uns ist dies wichtig, weil wir der Meinung sind, dass Fleischalternativen nicht nur gesund und lecker sind, sondern auch gut für die Umwelt sein sollten. Hierzu gehört natürlich eigentlich die gesamte Wertschöpfungskette – vom Anbau über die Produktion und den Supermarkt, bis hin zum Konsumenten zu Hause. Hierzu haben wir uns in unserem Corporate-Responsibility-Report konkrete Ziele gesetzt, die wir bis 2025 erreichen wollen.

Ein gutes Beispiel ist die Schmutzwasser-Reinigung-Anlage, welche bei uns auf dem eigenen Grundstück steht. Hier reinigen wir das Wasser, welches wir bei der Produktion nutzen, und liefern es dann gereinigt bei der lokalen Wasserbehörde ab. Gleichzeitig werden die Rückstände aus dem Wasser wieder genutzt, um damit Energie für 3.900 Haushalte zu produzieren.

Wie sehen denn die Pläne von Vivera für die kommenden 5 Jahre aus?
Wir haben so einige Pläne in den kommenden fünf Jahren, aber die müssen wir leider noch etwas geheim halten.

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