We Are Animals: Mit T-Shirts den Tieren helfen

T-Shirts von We Are Animals
T-Shirts von We Are Animals ©Nora Dal Cero

Sich mit der Mode für die Tiere einsetzen – das ist das Ziel einer neuen Generation von jungen Designer und Designerinnen. Dazu zählt auch das Schweizer Label „We Are Animals.“ Mit coolen T-Shirts setzt sich das zweiköpfige Team für den Schutz der Tiere ein. Nach der ersten erfolgreichen Linie „I’M A PIG“ läuft nun das Crowdfunding für die zweite Kollektion. Sie umfasst fünf bunte T-Shirts, mit denen jeweils auf ein Tier aufmerksam gemacht wird: Bär, Igel, Eisbär, Wal und Elefant zählen neu zur tierischen Familie. Vegconomist hat mit dem Gründerteam über ihr Label und die aktuellen Herausforderungen gesprochen.

Wer steckt hinter „We Are Animals“
Hinter „We Are Animals“ stecken Céline Schlegel und Niklaus Schneider, beide wohnhaft in Zürich. Céline studiert im Master Geschichte und arbeitet in einer Tierrechtsorganisation. Niklaus hat letzten Sommer seinen Master in Design mit Vertiefung „Trends & Identity“ abgeschlossen und arbeitet Teilzeit für eine Volksinitiative, die ambitionierte Klimaziele für die Schweiz fordert.

Wie kam es zur Idee von „We Are Animals“?
Niklaus lancierte im Rahmen seiner Masterarbeit die Kampagne „I’M A PIG“. Sie sollte das Hausschwein als Tier aufwerten. Durch Kleidung sollten es ermöglicht werden, sich mit dem intelligenten Tier zu identifizieren. Weil „I’M A PIG“ ein großer Erfolg war und wir nicht nur Schweine lieben, haben wir darüber nachgedacht, wie „I’M A PIG“ wachsen könnte.

Da wir Menschen auch Tiere sind und wir finden, dass das Verhältnis von Mensch und Tier weniger hierarchisch gesehen werden sollte, kamen wir auf die Idee von „We Are Animals”. Mit dieser Marke wollen wir uns für so viele Tiere wie möglich einsetzen.

T-Shirt und Pullover aus der I´M A PIG-Kollektion. ©Nora Dal Cero

Wie kam es zur Auswahl der Tiere für „We Are Animals“?
Das Hauptkriterium bei der Auswahl der Tiere war ihre ausgewiesene Empfindungsfähigkeit. Sie sollten zudem entweder Hilfe vom Menschen brauchen, um sie zu schützen oder sogar vor dem Menschen geschützt werden müssen. Es war uns wichtig, dass es sich um möglichst verschiedene Tiere handelt – von klein bis riesig, und geografisch von Nord bis Süd. So ist für alle ein Tier dabei, mit dem man sich identifizieren kann und das man als Statement auf der Brust tragen möchte.

Igel von We Are Animals. ©Nora Dal Cero
Wal von We Are Animals ©Nora Dal Cero

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was sind Eure Pläne für die Zukunft der Modelinie?
Wir möchten mit „We Are Animals“ nicht nur eine Modelinie bleiben, sondern uns breiter aufstellen. Unsere beiden Leitlinien sind unser schlichtes Design und unsere Vision, mit der wir den Menschen vermitteln möchten, dass Tiere vielseitiger sind, als man es im Alltag mitbekommt. Wir wollen aber nicht über Informationskampagnen informieren, wie es z.B. NGOs machen. Für uns sind andere Plattformen interessanter. Wir können uns ein Kinderbuch über Schweine vorstellen, ein Magazin über aussergewöhnliche Tiere oder Spielzeuge, die die Vision einer tierfreundlicheren Welt vermitteln. Und selbstverständlich bleiben wir auch weiterhin bei Kleidung und Accessoires.

Was sind aktuell Eure größten Herausforderungen?
Im Moment ist die Finanzierung unseres ersten Crowdfundings die größte Herausforderung. Wir benutzen die Schweizer Plattform wemakeit.ch. Es ist schwierig, damit auch Leute ausserhalb der Schweiz erreichen. Die Plattform ist aber weltweit zugänglich, bietet verschiedene Zahlungsmöglichkeiten an und unsere Goodies werden weltweit verschickt.

Andere, internationale Crowdfundingplattformen haben uns abgelehnt, weil wir 10% an Tierrechts- und Tierschutzorganisationen spenden wollen. Dies ist auch ein wichtiger Teil von „We Are Animals“. Mit einer Schweizer Plattform haben wir aber nun Mühe, ein internationales Publikum anzusprechen.

Eine andere Herausforderung ist sicherlich dass wir ethische produzieren, also bio und fair – und trotzdem erschwingliche Produkte anbieten möchten. Es soll damit möglichst vielen Personen ermöglicht werden, ein Statement für die Tiere setzen zu können.

We Are Animals“ ist nach „I AM A PIG“ bereits die zweite Kollektion. Wie unterscheidet sie sich zur ersten? Welche wertvollen Lektionen konntet Ihr aus der ersten Kampagne mitnehmen?
„I’M A PIG“ transportierte eine deutlich stärkere Aussage und war sehr direkt. Das Projekt zog dadurch viel Aufmerksamkeit auf sich und viele fanden das Konzept cool. Allerdings führte es auch dazu, dass schlussendlich nicht mehr viele Leute die Kleider und Taschen von „I’M A PIG“ tragen wollten. Mit einem rosafarbenen T-Shirt mit der Aufschrift „I’M A PIG“ steht man immer im Mittelpunkt. Wenn man nicht gerade ein Hardcore-Schweinefan ist, verschwinden die Produkte bald tief im Kleiderschrank.

Weil es nicht unser Ziel ist, Produkte für den Kleiderschrank zu produzieren, haben wir bei „We Are Animals“ deutlich weniger grelle Farben verwendet und den Kontrast zur Aufschrift verringert. Wir wollten die Produkte alltagstauglicher machen. So können mehr Personen ihre Statements in die Öffentlichkeit tragen. Damit wird die „We Are Animals“-Community ständig vergrössert.

Wen und was hofft ihr mit den T-Shirts zu erreichen?
Mit den T-Shirts wollen wir Leute erreichen, die Tiere lieben und durch ihre Kleidung ein Statement setzen wollen. Durch die T-shirts werden Gespräche initiiert und Informationen verbreitet. Es ist cool, ein Schwein zu sein. Es ist ein sehr intelligentes und soziales Tier. Es ist auch cool, ein Wal zu sein, denn es ist das größte und zugleich eines der am meisten bedrohten Lebewesen auf diesem Planeten. Gleichzeitig brauchen beide Tiere unsere Hilfe – und es gibt viele Möglichkeiten, ihnen zu helfen. Dies soll durch die Träger und Trägerinnen unserer T-Shirts vermittelt werden.

Dieser Artikel stammt von Mirjam Walser, Mitgründerin von Faloa, dem Onlineshop für vegane, nachhaltige und faire Mode.
(Launch 2019)

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