Marktbericht: Traditionelle Lederindustrie erlebt Redefinition durch pflanzliche Innovationen

Kunstleder Leder
© Drobot Dean - stock-adobe.com

Seit einiger Zeit erlebt auch die Lederindustrie einen stetigen Wandel des Bedarfs hin zu neuen, rein pflanzlichen Materialien. Das traditionelle tierische Leder konkurriert verstärkt mit einer stetig zunehmenden Zahl an innovativen pflanzenbasierten Alternativen mit identischen Materialeigenschaften.

Einer Analyse des Marktforschungsinstituts “Market Research Hub” zufolge, wird die klassische Lederindustrie gegenwärtig durch den Zuwachs an veganen und nachhaltigeren Materialien redefiniert. Die Autoren des Berichts sehen die Entscheidung großer Konzerne, alternative Materialien zur Herstellung ihrer Produkte zu verwenden, als Antwort auf die Kritik an der Fleisch- und Viezuchtindustrie, die unvermeidlich eng mit der Lederindustrie verbunden ist. So hat beispielsweise Tesla kürzlich bekanntgegeben, zu 100 Prozent lederfrei werden zu wollen und reiht sich mit dieser Entscheidung in eine Reihe von Automobilkonzernen mit der gleichen Ambition ein.

Im Vergleich zur massiven Kritik an den Auswirkungen der Fleischindustrie und Viehzucht findet die Lederindustrie laut Bericht weniger negative Beachtung, obwohl alle Sektoren in unmittelbarem Zusammenhang stehen und gleichermaßen verantwortlich für soziale und ökologische Schäden seien.

Da beim Gerbungsprozess der klassischen Lederproduktion gefährliche Chemikalien und Gase, unter Anderem Blei, Chrom, Arsen und krebserregendes Arylamin, freigesetzt werden, sehen sich mehr Konzerne in industrialisierten Ländern wie den USA oder Großbritannien mit strengen Regulationen konfrontiert, die zur Schließung mehrerer Gerbereien geführt haben.

Auch Tierschutzorganisationen wie PETA sowie weitere um das Tierwohl besorgte Interessengruppen setzen sich unaufhörlich für eine breitflächige Verwendung von pflanzlichen Materialien als Ersatz für Leder ein. Mittlerweile gibt es angesichts stetiger Produktinnovationen einen stetig wachsenden Markt für pflanzenbasierte Lederalternativen, bei dem Konzerne aus einer großen Auswahl an Produkten, die beispielsweise auf Bananen und Kokosnuss, Ananas, Pilzen, Äpfeln oder Teakblättern basieren, wählen können. Außerdem suchen immer mehr Hersteller nach Möglichkeiten, biologisch abbaubare Materialien zu produzieren, die weicher und auch wasserfester als herkömmliches Leder sind.

Experten zufolge ist auch in Zukunft ein starkes Wachstum für den veganen Ledermarkt zu erwarten, der bis 2025 ein Marktvolumen von 85 Milliarden US Dollar erreichen soll.

 

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