Ghost Restaurant: Millionen in Berliner Food-Startup investiert

© GuruCollective GmbH

Lieferservice ohne eigenes Restaurant. Das Berliner Startup „Keatz“ existiert seit mehr als zwei Jahren ausschließlich online. In Großküchen werden Mahlzeiten für die verschiedenen, sogenannten Ghost Restaurants, gekocht. Das Konzept hat auch Investoren überzeugt, welche jetzt sechs Millionen investiert haben.

Angefangen 2016 mit dem Namen „GreenGuru“ ,dann 2017 unter dem Namen „GuruCollective“, heißt das Startup der Gründer Paul Gebhardt und Dimitrios Ploutarchos jetzt Keatz, Die bisherigen Namen seien nicht modern genug für eine internationale Expansion gewesen. Nun ist Keatz zuerst nach Spanien expandiert und hat dort Lieferküchen in Barcelona sowie in Madrid eröffnet. Spanien ist in den Augen der Gründer interessant, weil dort der Markt für Lieferessen größer und gleichzeitig mehr Portale vorhanden seien. Das Ziel ist es weiter zu expandieren. In Städte wie Frankfurt, München, Amsterdam und Paris möchten sie ebenfalls ihr Essen anbietet.

Aktuell betreibt Keatz sechs Küchen. Zu den Ghost Restaurants gehören Marken wie „GringoBurritos“, „SpoonySoups“, „MoodyMonkey“, „Earl’s Deli“ und „BeyondPizza“. Sitzplätze gibt es dort nicht, die Menüs werden nur auf Lieferplattformen angeboten. Das Startup will in Zukunft Roboter in seinen Küchen einsetzen. Bisher steuere das Gastro-Unternehmen seine Küchengeräte über WLAN, es kann so beispielsweise die Garzeiten beim Kombidämpfer fernsteuern. Dabei sind mehre Angebote vegan. Gringo Burritos bietet Beispielsweise den „Vegan Sundance an“ ein Burrito mit veganem Chorizo. SpoonySoups bietet viele verschiedene vegane Suppen an und Earl’s Deli verkauft, unter anderem, vegane Sandwiches aus verschiedenen Bohnen, Kürbis und anderem Gemüse.

Die Alt-Investoren „Project A“ und „Atlantic Food Labs“, die spanischen Wagniskapitalgeber „K Fund“ und“ JME Venture Capital“ sowie der italienische „VC U-Start“ haben insgesamt sechs Millionen Euro in das Berliner Startup gesteckt. Atlantic Food Labs und Project A  hatten schon 2,2 Millionen Euro an den Salat-Lieferdienst der Gründer investiert. Das Konzept scheint vielversprechend zu sein. In Großbritannien arbeitet „Deliveroo“ ebenfalls mit Lieferküchen und will mit dem Konzept auch nach Deutschland kommen. Essen an individuellen Orten scheint ein Trend zu sein.