Nestlé arbeitet an veganen Produkten für Konkurrenzfähigkeit

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Das größte Nahrungsmittel- und Getränkeunternehmen der Welt – Nestlé – arbeitet an neuen veganen, vegetarischen und glutenfreien Produkten. Diese Entwicklung schlägt das Unternehmen ein, um  konkurrenzfähig zu bleiben.

Nestlé besitzt große Marken wie „Kit Kat“, „Nescafé“, „Purina“ und „San Pellegrino“ und will nun dem „veganen Druck“ nicht nur standhalten, sondern hierfür pro-aktiv neue Produkte entwickeln.

Stefan Palzer, Chief Technology Officer des Unternehmens, sagte gegenüber Reuters: „Wir passen unser Sortiment an, machen viele Innovationen und Sanierungen, um das Sortiment relevanter zu machen und diese Trends zu berücksichtigen, aber kleinere Unternehmen sind agiler.“

Laut Reuter hat sich das Wachstum von Nestlé in den letzten Jahren verlangsamt und das Unternehmen überarbeitet einige seiner Abteilungen, um es in eine bessere Position zu bringen. Das Nestlé-Forschungszentrum und das Nestlé-Institut für Gesundheitswissenschaften, werden zum Beispiel zu einer Organisation namens Nestlé Research zusammengeführt. Die neue Abteilung, so hofft das Unternehmen, wird es Nestlé ermöglichen, mit den Verbrauchertrends Schritt zu halten und mehr wissenschaftliche Entdeckungen zu machen, um so innovativere und marktfähigere Produkte zu produzieren.

Und das scheint zu gelingen. So fügte Palzer, zu einem brandneuen veganen oder vegetarischen Produkt, welches derzeit in der Entwicklungsphase steckt an: „Donnerstag hatten wir eine Idee. Freitag sind wir in die Schweiz zurückgekehrt und am Montagabend konnte ich den ersten Prototypen probieren. Mittwoch wurde dieser Prototyp dem Vorstand vorgestellt und am Freitag war er in der globalen Pipeline.“

Dieser Wandel kommt nicht verfrüht, denn auf der ganzen Welt boomt der vegane Markt mit vielen Start-ups und kleinen Unternehmen. Zum Beispiel helfen Start-ups wie Future Meat Technologies, die Welt in eine Zukunft mit „sauberem Fleisch“ zu führen, die Fleisch- und Milchindustrie zu überdenken und eine Lösung für das Problem der Tierzucht zu finden. Und auch „CBS Insights“ berichtete, dass saubere und auf Pflanzen basierende Unternehmen, die sich auf die Entwicklung von Alternativen für Eier und Milchprodukte konzentrieren, „Game Changer“ sind.