Migros: “Die V-Love vegi und vegan Theke haben wir entwickelt, um die Akzeptanz frisch verarbeiteter und portionierter Fleischersatzprodukte zu testen”

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Der Schweizer Einzelhandelsriese Migros testet seit einigen Wochen ein neues Konzept: Eine vegane Metzgertheke für pflanzliche Fleischalternativen. Nach der Neueinführung seiner pflanzlichen Eigenmarke V-Love, testet das Unternehmen nun die Akzeptanz frisch verarbeiteter und portionierter Fleischersatzprodukte mit der innovativen “V-Love vegi und vegan Theke”. Wir wollten mehr über das neue Konzept und den laufenden Test wissen und sprachen darüber mit David Wallmer, Brand Manager V-Love bei Migros.

Wie kam es zu der Idee eines Veggie-Metzgers?

Sich vermehrt pflanzenbasiert zu ernähren liegt stark im Trend. Ob aus reiner Neugier, aus gesundheitlichen Gründen oder dem Tierwohl und der Umwelt zu liebe, viele Kunden suchen heute nach Alternativen, um den Anteil an Produkten mit tierischen Bestandteilen auf ihrem Speiseplan zu reduzieren.

Die Migros möchte, dass die Kunden die Wahl haben und bezüglich Genuss und Vielfalt auf nichts verzichten müssen. Dafür führen wir neu die Eigenmarke V-Love, unter der wir pflanzenbasierte Produkte aus verschiedenen Sortimenten verkaufen, z.B. Milch- oder auch Fleischersatzartikel. Die V-Love vegi und vegan Theke haben wir entwickelt, um die Akzeptanz frisch verarbeiteter und portionierter Fleischersatzprodukte zu testen. Sie bietet uns dazu auch die Chance, verschiedene Produkte schnell einzuführen und so rasch auf verändernde Kundenbedürfnisse zu reagieren. Dazu haben diese Produkte nach wie vor viel Erklärungsbedarf, dem wir in der direkten Beratung bestens begegnen und so auch ein gutes Gespür für die Bedürfnisse unserer Kunden entwickeln können.

Stehen dort FleischfachverkäuferInnen hinter der Theke?

David Wallmer, Brand Manager V-Love, Migros-Genossenschafts-Bund © Migros-Genossenschafts-Bund

Ja. Die anfängliche Skepsis der Fachspezialisten ist nach dem ersten Degustieren der Produkte schnell verflogen! Unsere FleischfachverkäuferInnen absolvieren eine Schulung, die sie für die speziellen Bedürfnisse unserer Zielgruppen sensibilisiert und Fachwissen zu den entsprechenden Produkten vermittelt. So kann unser Verkaufspersonal kompetent Auskunft geben, wenn unsere Kunden zum Beispiel bezüglich Rezepturen oder Zubereitung Fragen haben.

Welche Produktpalette wird dort angeboten?

Von pflanzenbasierten Würsten und Burgern über Gyros, Cevapcici oder Aufschnitt und Gehacktem finden unsere Kunden in der Theke fast alles, was aus der herkömmlichen Metzgerei bekannt ist. Die meisten Produkte sind vegan, einige sind vegetarisch.

Wie ist die erste Resonanz des Publikums?

Die erste Resonanz ist sehr positiv. Im Anfangsstadium des Projekts werden aus Neugier natürlich noch viele Probierkäufe getätigt. Aber wir stellen fest, dass sehr viele Kunden das Angebot bereits regelmäßig nutzen und sich durch die Produktepalette inspirieren lassen. Interessant ist zu beobachten, dass das Angebot nicht primär VeganerInnen und VegetarierInnen anspricht, sondern eine sehr breite Zielgruppe abholt, die vereinfacht gesagt einfach mehr Pflanzen und weniger Fleisch konsumieren möchte, dabei aber nicht strikte Regeln befolgt.

Sollen weitere Veggie Metzger in anderen Städten folgen?

Der Erfolg der ersten Pilotfilialie hat uns darin bestärkt, das Konzept auf zwei weitere Filialen im Gebiet Basel auszuweiten. Wir beobachten die Akzeptanz des Angebots genau und schliessen nicht aus, das Angebot noch weiter auszubauen.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage unter www.migros.ch/de