• BLE: Mehr Hülsenfrüchte auf Acker und Teller



    Bunt, gesund und mit Potenzial für die heimische Landwirtschaft – zum Internationalen Tag der Hülsenfrüchte am 10. Februar 2021 dreht sich alles um die eiweißreichen Alleskönner: Zwei Biohöfe aus dem Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau berichten aus der Praxis über ihren Sojabohnen- und Kichererbsenanbau. Die Geschäftsstelle Eiweißpflanzenstrategie stellt beispielhaft die Lupine vor und erläutert das Potenzial des heimischen Anbaus von Hülsenfrüchten. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) bietet umfangreiche Informationen zu Bohne, Erbse, Linse und Co. und die BIOSpitzenköche bringen mit ihren Rezepten die bunte Vielfalt auf die Teller.

    Von Mandel-Erbsen-Kroketten und Kichererbsenburger zu Linsenaufstrich und weißer Bohnencremesuppe – diese und weitere Rezepte der BIOSpitzenköche laden zum Nachkochen ein. Außerdem zeigt BIOSpitzenköchin Mayoori Buchhalter in einem Rezeptvideo vier schnelle Gerichte mit Hülsenfrüchten und erläutert, welche Hülsenfrüchte sich für welches Gericht anbieten, wie sie am besten gewürzt werden und wie lange sie haltbar sind.

    © BLE

    Mehr als ein Grundnahrungsmittel

    Hülsenfrüchte sind vielseitig in Geschmack und Zubereitung, sättigen und liefern zwischen fünf und zehn Prozent Eiweiß, Soja sogar elf Prozent. Sie sind außerdem laktose- und glutenfrei und regen bei regelmäßigem Verzehr die Vermehrung der guten Darmbakterien an. Um Hülsenfrüchte verdaulicher zu machen, können die Gerichte auch mit Gewürzen wie Bohnenkraut, Kümmel, Majoran oder Rosmarin zubereitet werden. Mehr Wissen zu Hülsenfrüchten und der stetig wachsenden Produktpalette unter www.bzfe.de.

    Aus der Praxis: „Wir lieben Hülsenfrüchte“

    Wer Hülsenfrüchte verzehrt, tut nicht nur seinem Körper etwas Gutes, sondern auch der Umwelt und dem Klima. Öko-Landwirtin Bernadette Lex vom bayerischen Biohof Lex aus Bockhorn, auf dem seit 30 Jahren Sojabohnen angebaut werden, bringt es auf den Punkt: „Wir lieben Hülsenfrüchte. Uns gefällt die Kombination der stickstoffsammelnden Pflanzen, die den Boden verbessern, die Biodiversität fördern, sich auf dem Acker als Mischkultur anbauen lassen und in der Küche nahrhaft, gesund und wohlschmeckend sind.“

    Je nach Herkunft ermöglichen Hülsenfrüchte auch die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel. So verkraften Kichererbsen beispielsweise Hitze und langanhaltende Trockenheit. Der rheinland-pfälzische Demonstrationsbetrieb Gerbachhof hat das ausprobiert und gewährt auf YouTube einen Einblick:

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    Interview: Eiweißpflanzenstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums

    Die Bundesregierung hat das Potenzial heimischer Hülsenfrüchte erkannt. Daher setzt sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in der Eiweißpflanzenstrategie (EPS) dafür ein, dass mehr Hülsenfrüchte auf dem Acker wachsen sowie im Futtertrog und auf dem Teller landen. Im Interview mit dem BZfE erklärt Dr. Annegret Groß-Spangenberg aus der Geschäftsstelle der EPS in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) worum es dabei geht und zeigt am Beispiel der Lupine die Vorzüge des Anbaus von Hülsenfrüchten.

    „Vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs an pflanzlichen Proteinen werden nach unserer Einschätzung die Hülsenfrüchte in Zukunft eine immer größere Rolle in Lebensmitteln spielen“, resümiert Groß-Spangenberg. Die speziellen Inhaltsstoffe seien eine vielversprechende Rohstoffbasis für die Entwicklung innovativer Produkte, wodurch sich neue Absatzwege für Hülsenfrüchte eröffnen.

    Das gesamte Interview unter www.bzfe.de

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