Good Food Institut vergibt 4 Mio. Dollar für die Forschung an pflanzlichem und kultiviertem Fleisch

the good food institut gfi 1
© The Good Food Institute

Das Good Food Institute (GFI) hat vor kurzem 4 Millionen Dollar an Forschungszuschüssen an 21 führende Wissenschaftler aus neun Ländern vergeben. Darunter waren Wissenschaftler aus Australien, Brasilien, Israel, den Niederlanden, Portugal, Serbien, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. Die Ausschüttung fand im Rahmen des Competitive Research Grant Program vom GFI statt, welches durch visionäre Spender finanziert wird.

Das Competitive Research Grant Program unterstützt die wissenschaftliche Forschung im Bereich pflanzlicher und kultivierter Fleischalternativen. Es sollen Technologien vorangetrieben werden, die das Ernährungssystem revolutionieren und die für die vielen Probleme der konventionellen Fleischproduktion Lösungen schaffen, von Nahrungsmittelknappheit und Klimawandel bis hin zu Zoonosen und Antibiotikaresistenzen.

Die Stipendiaten für das Jahr 2020 sind führende Biochemiker, Tissue-Ingenieure, Experten für Computermodelle, Pflanzengenetiker und Lebensmittelwissenschaftler, deren Forschungsprojekte sich mit entscheidenden technischen Fragen der derzeitgen pflanzlichen und kultivierten Fleischindustrie befassen. Die Forschungsbemühungen konzentrieren sich derzeit insbesondere auf Verbesserungen in den Bereichen Geschmack, Textur, Kosten und Scale-up.

Seit seiner Einführung im Jahr 2019 hat das Competitive Research Grant Program mehr als 7 Millionen US-Dollar an Fördermitteln für frei zugängliche Forschungsinitiativen bereitgestellt, die die gesamte Lieferkette umfassen: von der Pflanzenzüchtung und Produktformulierung für Pflanzenfleisch bis hin zur Entwicklung von Zelllinien und der Bioprozessoptimierung für kultiviertes Fleisch.

“Wenn wir wollen, dass pflanzliches und kultiviertes Fleisch zu einem integralen Bestandteil der globalen Lebensmittelversorgung wird, müssen wir kritische Lücken in der Forschung schließen”, so Erin Rees Clayton, Associate Director of Science and Technology beim GFI. “Da wir an nachhaltigen Ansätzen zur Deckung der weltweiten Nachfrage nach Fleisch arbeiten, werden wir mit dieser Finanzierung in der Lage sein, wichtige Lücken in der Forschung zu alternativen Proteinen zu füllen und unbeantwortete Fragen und unbefriedigte technologische Bedürfnisse anzugehen.”

“Pflanzliches und kultiviertes Fleisch haben das Potenzial, das globale Ernährungssystem zu transformieren, aber dies erfordert von den Industrien die Überwindung erheblicher technischer Hürden, die auf dem Weg zu Preisparität, Maßstabsvergrößerung und Kommerzialisierung weiterhin bestehen”, sagte GFI-Exekutivdirektor Bruce Friedrich. “Der Aufbau einer soliden Grundlage von frei zugänglichen Daten wird es dem gesamten Sektor ermöglichen, effizienter voranzuschreiten und pflanzliches und kultiviertes Fleisch der breiten Masse zugänglich zu machen.”

Im Jahr 2019 vergab das GFI mehr als 3 Millionen Dollar an 14 Forschungsprojekte aus acht Ländern: Kanada, China, Estland, Israel, Norwegen, Serbien, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Die ersten Stipendiaten vom GFI haben in den letzten 12 Monaten bedeutende Fortschritte in ihrer Forschung gemacht. Die wichtigsten Forschungs-Updates können unter gfi.org/researchgrants eingesehen werden.

Anzeige
Kennen Sie schon unsere internationale Ausgabe? Hier klicken (Link auf vegconomist.com) vegconomist (nicht veconomist)