Das Stuttgarter Food-Tech Start-up Viva la Faba GmbH wurde mit dem Innovationspreis Bioökonomie des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Der Preis würdigt herausragende bioökonomische Innovationen, die einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Wirtschaft leisten.
Die Auszeichnung unterstreicht das Potenzial von Viva la Faba und ihrer weltweit ersten Käsealternative aus biologischen Fababohnen, die eine klimafreundliche,
ressourcenschonende und gleichzeitig geschmacklich überzeugende Alternative zu tierischem Käse darstellt. Die Basis aus pflanzlichen Proteinen und biobasierten Rohstoffen ermöglicht dem Unternehmen zufolge eine hervorragende Textur und Schmelzeigenschaften – und das mit einem bis zu 90 % geringeren CO₂-Fußabdruck als traditioneller Milchkäse.
Ein Meilenstein für nachhaltige Ernährung
Während viele pflanzliche Käsealternativen auf importierten Nüssen, Aromen und modifizierten Stärken basieren, nutzt Viva la Faba Rohstoffe der Bioökonomie, wie biologische Leguminosen und Pflanzenextrakte. Hülsenfrüchte sind nicht nur nachhaltiger im Anbau, sondern verbessern zudem die Bodenfruchtbarkeit, indem sie Stickstoff binden und Kohlenstoff speichern.
„Unsere Innovation beweist, dass nachhaltige Bioökonomie längst keine
Zukunftsvision mehr ist, sondern heute schon marktfähige Lösungen bietet“, sagt Jan Haberzettl, Mitgründer und CEO von Viva la Faba.

Ein weiterer Meilenstein ist das von Viva la Faba initiierte und vom Land Baden-
Württemberg geförderte Projekt LUMIKÄSE. Darin forscht Viva la Faba an Produkten mit einem besonders hohen Proteingehalt auf Basis regionaler Leguminosen aus Baden-Württemberg. Ziel ist es, durch innovative Verfahren nicht nur geschmacklich und ernährungsphysiologisch überzeugende Produkte zu schaffen, sondern auch regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen.
„Wir zeigen, dass der Wandel zu einer klimafreundlichen Ernährungsweise nicht
Verzicht bedeutet, sondern eine Bereicherung für Geschmack, Umwelt und Gesellschaft sein kann“, sagt Ariana Alva Ferrari, Mitgründerin von Viva la Faba.
Käsegenuss nachhaltig und innovativ
Viva la Faba will nicht nur durch Nachhaltigkeit überzeugen, sondern auch durch seine technologische Innovation. Dank eines eigens entwickelten Herstellungsprozess bietet die Käsealternative mehr Protein als vergleichbare Produkte. Unübertroffen sind laut Unternehmen die einzigartigen Schmelz- und Geschmackseigenschaften, die selbst Branchenführer in Blindverkostungen übertroffen haben und unter von PETA Deutschland e.V. als „bester veganer Käse 2024“ ausgezeichnet wurden.

Bioökonomiepreis 2024: Innovation für eine nachhaltige Zukunft
Der vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg initiierte Bioökonomie-Wettbewerb zeichnet innovative Geschäftsmodelle aus, die eine nachhaltige und zirkuläre Wirtschaft fördern. Prämiert werden Projekte zur Reduktion fossiler Rohstoffe, Senkung von Treibhausgasemissionen und Stärkung regionaler Wertschöpfung.
Schirmherr Minister Peter Hauk MdL überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Preis im Rahmen des 8. Bioökonomietags. Eine Expertenjury kürte fünf herausragende Lösungen, die bioökonomische Prinzipien in die Praxis umsetzen.
Bioökonomie als Zukunftsmodell
Bereits 2025 wird die Käsealternative im deutschen Einzelhandel sowie in Gastronomiebetrieben eingeführt. Viva la Faba hat zudem erste strategische Partnerschaften mit Partnern aus der Lebensmittelindustrie geschlossen.
„Unsere Vision ist es, pflanzlichen Käse aus Rohstoffen der Bioökonomie zu etablieren und mit Viva la Faba einen Beitrag zur Reduzierung der Klimaauswirkungen der Lebensmittelindustrie zu leisten“, so Isa Entenmann, Leiterin R&D bei Viva la Faba.
Weitere Informationen: vivalafaba.de