Wilmersburger ist Pionier für vegane Käsealternativen und brachte bereits vor 15 Jahren als eines der ersten Unternehmen vegane Alternativen zu Käsescheiben und geriebenen Käse auf den deutschen und internationalen Markt. Nun haben die Gründer ein großes Produktionswerk übernommen. Im Interview erzählt Geschäftsführerin Irina Itschert über die aktuellen Entwicklungen.
Wilmersburger ist im veganen Business wohl bekannt, stellt Euch trotzdem nochmal kurz vor.
Irina Itschert: Wilmersburger wurde 2011 als Marke für vegane Käsealternativen gegründet und ist von Anfang an erfolgreich. Wir bieten vegane Alternativen zu Käsescheiben, geriebenem Käse sowie Stücken und Blöcken an. Die Rezepturen haben wir dabei selbst entwickelt und zu Beginn bei Lohnfertigern produzieren lassen.
Ihr habt jetzt ein großes eigenes Produktionswerk. Wie kam es dazu?
Irina Itschert: Einer unserer Lohnfertiger beschloss aufgrund eines gesundheitlichen Schicksalsschlags kurzfristig das Werk zu schließen in dem wir produziert haben. Da das Werk perfekt für die Produktion von veganen Käsealternativen geeignet ist und wir schon seit fast 10 Jahren dort eine Produktkategorie produzierten, haben wir uns dazu entschlossen das Werk zu übernehmen. Ausschlaggebend waren dann letztlich das perfekt eingespielte Team und die hervorragende Qualität.
Zu der Qualität muss man noch sagen, dass wir bei keinem anderen Lohnfertiger ein so langes Mindesthaltbarkeitsdatum auf die Produkte geben konnten wie bei Produkten aus diesem Werk. Selbst großen Konzernen die für uns als Lohnfertiger tätig waren, ist diese Produktion in Sachen Qualität deutlich überlegen.

Wie habt ihr das Werk finanziert?
Irina Itschert: Wir hatten Kontakt zu Banken aufgenommen und dort auch grünes Licht bekommen. Da es aber mitten in der Urlaubszeit war und wir nur wenige Wochen Zeit hatten, haben wir die Produktion mit Grundstück und Maschinen aus dem Cash ohne Finanzierung gekauft.
Wir haben dann beschlossen uns zu einem späteren Zeitpunkt einen Investor und Partner zu suchen. Der Zeitpunkt ist jetzt gekommen.
Was ist seit dem Kauf der Produktion passiert?
Irina Itschert: Wir haben die Produktion so optimiert, dass nun alle veganen Käsealternativen in einem Werk produziert werden können ohne externe Lohnfertiger. Wir haben Maschinen dazugekauft, neue Software-Systeme eingerichtet, eine zuverlässige Datensicherung eingeführt und einen Glasfaser-Anschluss legen lassen. Viele Prozesse wurden optimiert, die Produktion hat seit 2025 eine IFS-Zertifizierung auf höchstem Niveau und ist auch Bio-Zertifiziert. Die Produktion arbeitet sehr effizient und kann große Mengen vegane Käse-Alternativen in sehr hoher Qualität zu marktüblichen Preisen herstellen.
Wir hatten in den vergangenen Jahren ein externes Kühllager bei einer Spedition. Ende 2025 bis Anfang 2026 wurde das externe Lager inkl. Software und Verwaltung ebenfalls in die Produktion integriert. Alles befindet sich nun an einem Standort.

Was sind die nächsten Schritte?
Irina Itschert: Die Produktion ist nun fertig eingerichtet und funktioniert. In den vergangenen Jahren haben wir uns auf Großverbraucherprodukte und Industrieware fokussiert. Nun können wir wieder ganz durchstarten.
Wir als Marke Wilmersburger erhalten fast täglich Emails von Verbrauchern, die unsere Produkte im Supermarkt vermissen. Im vergangenen Jahr hatten wir auf einer Messe etwa 1000 Päckchen dabei um die neuen Rezepturen bei den Verbrauchern zu verköstigen und zu testen. Die Päckchen wurden uns förmlich aus den Händen gerissen und waren bereits am ersten Tag nach wenigen Stunden ausverkauft. Die restliche Messe haben wir dann nur noch verköstigt.
Daher suchen wir einen Partner der Lust hat in den Zukunftsmarkt „Vegan“ einzusteigen und diesen weiter aufzubauen.
Was bekommt der Käufer konkret?
Irina Itschert: Eine große Vegan-Produktion mit Maschinenpark auf einem etwa 14.000 qm Grundstück mit jeder Menge Expansionsmöglichkeiten. Dazu das gesamte Know-How zur Herstellung von veganen Käse-Alternativen für den Massenmarkt inkl. Bestseller-Rezepturen und auch innovative Zukunfts-Rezepturen (z. B. Protein), die bisher noch nicht auf dem Markt sind. Die Produktion ist auf höchstem Niveau IFS-zertifiziert, Bio-Zertifiziert und hat eine Hygiene die ein langes MHD möglich macht. Dazu gibt es die Marke Wilmersburger, die insbesondere bei Verbrauchern einen guten Ruf genießt.
Ein weiterer Vorteil ist, dass zum einen sehr große Mengen produziert werden können, die Produktion jedoch auch bereits ab kleineren Mengen profitabel ist.
Wir als Gründer von Wilmersburger stehen natürlich auch weiterhin mit vollem Einsatz zur Verfügung.




