• Klimaschutz ist keine Raketenwissenschaft – prominente Wissenschaftler drängen auf Ernährungswandel



    © Veganuary

    Internationale Experten richten gemeinsam mit Veganuary einen Offenen Brief an die Staats- und Regierungschefs auf dem Klimagipfel 

    Mit der Botschaft “Houston, we have a solution” richtet sich die Organisation Veganuary ab heute an die internationalen Staats- und Regierungschefs auf der UN-Klimakonferenz COP26. Die Botschaft weist auf einen pflanzenbasierten Ernährungswandel als unverzichtbare Klimaschutzmaßnahme hin. Sie prangt in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf Plakatwänden im schottischen Glasgow, Austragungsort des diesjährigen Klimagipfels.

    Veganuary ist eine weltweite Kampagne und gemeinnützige Organisation, die Menschen aus Gründen des Umwelt- und Tierschutzes dazu motiviert, sich im Januar und darüber hinaus vegan zu ernähren.

    Mehr als ein Dutzend renommierte Wissenschaftler und Umweltschützer unterstützen die Kampagne mit einem Offenen Brief. Darunter:

    • Olympia Ann LePoint, mehrfach ausgezeichnete US-Raketenwissenschaftlerin, die u.a. Space-Shuttle-Expeditionen der NASA überwachte
    • Anne Frebel, deutsche Astrophysikerin, Astronomin und Professorin an der Nobelpreisschmiede MIT, dem Massachusetts Institute of Technology
    • Mayim Bialik, Neurowissenschaftlerin und Star der TV-Serie “The Big Bang Theory”, in der sie die Dr. Amy Farrah Fowler spielt
    • Peter Smith, Professor an der Universität Aberdeen. Er ist wissenschaftlicher Leiter des renommierten schottischen Kompetenzzentrums ClimateXChange
    © UK Government / UN

    In dem Offenen Brief heißt es:

    “Klimaschutz ist keine Raketenwissenschaft! Wir kennen bereits eine wichtige Lösung, die dabei helfen kann, Treibhausgasemissionen drastisch zu reduzieren: die Umstellung auf eine pflanzenbasierte Ernährung. Die Entscheider:innen der Welt müssen dem Ernährungswandel Priorität einräumen, um unseren Planeten zu schützen.”

    Der Brief macht deutlich, dass staatliche Initiativen notwendig sind, um den Fleisch- und Milchkonsum zu senken – und er schließt mit einem dringenden Appell: “Unser Planet befindet sich an einem Wendepunkt. Wir müssen jetzt handeln, um einen Temperaturanstieg zu verhindern, der das Leben auf der Erde dramatisch verändert. Die Umstellung unserer Ernährung ist für jede:n von uns ein kleiner Schritt – gemeinsam umgesetzt ist der Ernährungswandel ein großer Schritt für die Zukunft der Menschheit.”

    In einem im August geleakten Berichtsentwurf des Weltklimarats (dritter Teil des aktuellen IPCC-Reports) heißt es, dass eine pflanzliche Ernährung klimaschädliche Treibhausgasemissionen um bis zu 50 Prozent im Vergleich zu einer “durchschnittlichen emissionsintensiven westlichen Ernährung” reduzieren kann. Die Veganuary-Kampagne zur COP26 macht auf die Umstellung unserer Ernährung als wichtige und einfache Lösung aufmerksam, um der Klimakrise entgegenzuwirken. Sie ruft die Menschen auf, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern, indem sie mit Veganuary einen Monat lang vegan leben.

    Katharina Weiss-Tuider, Leiterin von Veganuary in Deutschland, sagt: “Die Klimakrise ist in aller Munde, aber einen wichtigen Lösungsansatz nehmen wir alle täglich in die Hand – Messer und Gabel. Eine pflanzliche Ernährung ist eine der effektivsten Klimaschutzmaßnahmen, die wir selbst in unserem Alltag umsetzen können. Wem diese Umstellung wie eine große Aufgabe scheint, der findet durch die kostenlose Teilnahme bei Veganuary umfangreiche Unterstützung, inklusive Infos zu Nährstoffen, Tipps und Rezepten.”

    © Veganuary

    Eine jüngst veröffentlichte Umfrage zeigte die nachhaltige Wirkung der Veganuary-Challenge auf das Ernährungsverhalten der Teilnehmenden auf: Ein halbes Jahr nach Abschluss der einmonatigen Challenge gaben 82 Prozent der Teilnehmenden, die zuvor nicht vegan aßen, an, ihren Konsum tierischer Produkte drastisch reduziert zu haben:

    • 30 Prozent ernähren sich weiterhin vollständig vegan
    • 38 Prozent essen mindestens 75 Prozent weniger Fleisch und andere tierische Produkte
    • 14 Prozent essen mindestens 50 Prozent weniger Tierprodukte

    Die Umfrage wurde von Veganuary an 65 Prozent der 582.000 Personen geschickt, die sich während der Kampagne 2021 angemeldet hatten. 8.690 Personen nahmen an der Umfrage teil.

    Den vollständigen Brief sowie die Liste der Unterzeichner können Sie hier einsehen.

     

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