In-vitro Fleisch gewinnt zunehmend an Bedeutung

In-vitro Labor
©Anna Jurkovska - stock.adobe.com

Eitan Fischer, ehemaliger Direktor für kultiviertes Fleisch bei „Just Foods“, ist nun von seinem Posten zurückgetreten und hat das Unternehmen verlassen. Grund dafür ist die Gründung eines eigenen Unternehmens mit dem Namen Mission Barns Inc.! Während „Just Foods“ vor allem durch ihre pflanzenbasierte Mayonnaise Bekanntheit erlangte, will Fischer sich einem neuen Produktfeld widmen.

Laut Jacy Reese, Gründerin des „Think Tank“ des Sentience Instituts, sei das Ziel der Firma, den Fortschritt von kultiviertem Fleisch zu beschleunigen und möglichst zeitnah Produkte für die Endverbraucher zu konzipieren. „Viele der führenden Unternehmen konzentrieren sich darauf, kultiviertes Fleisch (clean meat) so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen und Marktanteile zu gewinnen … Es gibt jede Menge Platz für weitere Unternehmen in diesem Bereich. Dies führt zwangsläufig dazu, dass einige Führungskräfte größere Unternehmen verlassen, um ein neues zu starten.“
Im Laufe der Jahre konnte kultiviertes Fleisch große Erfolge verzeichnen. Während der erste im Labor gezüchtete Burger von Mosa Meat knapp 375.000 $ kostete, kann er heutzutage mit 30 Dollar produziert werden. Auch Investoren wie Bill Gates, Richard Branson und Big Meat-Führer Cargill und Tyson haben in „Clean Meat“ investiert. Sie vermuten aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen, dass kultiviertes Fleisch in naher Zukunft eine hohe Nachfrage erfährt.