Süßwaren & Snacks

Deutsches Food-Start-up Takamanda Kakao zeigt, wie nachhaltig Schokolade sein kann

Takamanda Kakao fertigt am Standort Freiburg im Breisgau Rohkakao-Pralinen in Handarbeit und finanziert damit gemeinnützige Projekte in Kamerun. Im Unterschied zur Industrieschokolade bleiben durch die schonende Verarbeitung der Bohnen die enthaltene Kakaobutter und damit jene Nährstoffe erhalten, die die Frucht zum Superfood machen.

Allein in Deutschland belief sich die Produktionsmenge von Schokolade in 2024 auf circa 13 Kilogramm pro Kopf. Ihre große Beliebtheit zählt in Westafrika, der Hauptanbauregion für Kakao, zu den wesentlichen Ursachen für Waldabholzung und beschleunigtes Artensterben. Genau hier setzt Takamanda Kakao an und bezieht den Kakao für seine Pralinenherstellung aus Wildbeständen statt von Plantagen. Unternehmerische Verantwortung und bewusster Genuss gehen so Hand in Hand.

Im Einklang mit dem Zeitgeist

Für 66% der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland zählt Nachhaltigkeit zu den vorrangigen Kaufkriterien – ein Zuwachs von 8% im Vorjahrjahresvergleich. Das belegt der Konsummonitor Nachhaltigkeit 2024 des HDE. Damit weist der Trend in Richtung Klasse statt Masse.

Takamanda Kakao bedient diese Entwicklung mit seinen Produkten konsequent. Gemeinsam mit dem vierköpfigen Gründerteam verantwortet die 24-jährige Geschäftsführerin Viktoria Pohl die Herstellung und den Vertrieb hochwertiger Rohkakao-Produkte. Nachhaltiges Engagement ist fest in der Firmen-DNA verankert: Mit wachsendem Markterfolg steigen die Fördermittel, die kontinuierlich in Tier-, Natur-, Bildungs- und Sozialprojekte fließen. Besonders der aktive Schutz des vom Aussterben bedrohten Cross-River-Gorillas im kamerunischen Takamanda Nationalpark liegt Pohl und ihrer Mannschaft am Herzen. Pro verkauftem Artikel spendet das Unternehmen einen Euro – knapp 10 Prozent des Verkaufspreises – direkt aus dem operativen Geschäft an die firmennahe Takamanda Wildlife Conservation.

Genussprodukt mit Purpose

Das Sortiment umfasst mit Früchten veredelte Rohkakao-Pearls und -Nuggets sowie Rohkakao-Beans. Takamanda Kakao bezieht seinen Kakao mehrheitlich aus Wildbeständen in Kamerun, die keine Waldabholzung erfordern, und stärkt damit die lokale Wertschöpfung. Seinen restlichen Bedarf deckt der Premiumanbieter über zertifizierte Zulieferer in Deutschland ab. In der firmeneigenen Manufaktur bei Freiburg im Breisgau verarbeiten Confiseure und Confiseurinnen die ausschließlich unbehandelten Kakaobohnen in Handarbeit zu Pralinees.

Takamanda kakao ceo viktoria pohl © takamanda kakao
Takamanda Kakao CEO Viktoria Pohl © Takamanda Kakao

Dem Produktportfolio geht eine intensive Forschungs- und Entwicklungsphase voraus. Über drei Jahre hinweg arbeitete das Team an Verarbeitung, Textur und Geschmack, um Rohkakao in seiner besten Form erlebbar zu machen. „Unser Anspruch war es, Produkte zu entwickeln, die hohen Qualitätsmaßstäbe genügen und gleichzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoff, Mensch und Umwelt propagieren“, verdeutlicht CEO Viktoria Pohl.

Schonende Verarbeitung

Rohkakao bewahrt die Kakaobutter als natürlichen Bestandteil der Bohne. Auf Fermentation und Trocknung folgen Reinigung und Röstung. Durch anschließendes Brechen und Schälen gewinnt Takamanda Kakao die Kakaokerne, auch Nibs genannt. Wertvolle Inhaltsstoffe wie Antioxidantien und Magnesium bleiben bei diesem Verarbeitungsprozess weitestgehend erhalten. Geschmacklich erinnern die Superfood Sweets an Edelbitterschokolade.

In der konventionellen Produktion hingegen erhitzen Hersteller die Kakaobohnen stark, vermahlen sie zu Kakaomasse und pressen die Kakaobutter ab. Auf diese Weise beeinflussen sie das Schmelzverhalten. Zusätze wie Zucker, Milchpulver sowie Emulgatoren lassen sich besser einarbeiten.

Positionierung im Luxussegment

Takamanda Kakao versteht sich als Anbieter von Genuss- und Geschenkprodukten im Premiumsegment. Die Preise liegen zwischen 11,90 Euro und 19,90 Euro, Geschenkboxen kosten je nach Artikelvariation bis zu 45 Euro. Takamanda Kakao spricht qualitäts- sowie werteorientierte Endverbraucherinnen und -verbraucher genauso an wie Geschäftskundinnen und -kunden aus Spitzenhotellerie, Finanz- und Versicherungswesen, Rechtsberatung und Feinkosthandel.

Status quo und Ausblick

Bislang erfolgt die Vermarktung über den eigenen Onlineshop und ausgewählte regionale Veranstaltungen. Perspektivisch plant Takamanda Kakao den Ausbau seines stationären Vertriebs sowie die strategische Erweiterung des Handelspartnernetzwerks. Erste internationale Kontakte, unter anderem nach Frankreich, bestehen bereits.

„Wir streben an, die Marke ‚Takamanda Kakao‘ innerhalb der definierten Zielgruppen nachhaltig zu etablieren. Wachsende Sichtbarkeit eröffnet dabei neue Umsatzchancen und sichert zugleich die langfristige Unterstützung gemeinnütziger Projekte der Takamanda Wildlife Conservation in Kamerun“, betont Pohl.

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