Vegan-Farming: Neue interaktive Karte zum veganen Ökolandbau in Europa

© Biocyclic Vegan Network

Der vegane Ökolandbau, eine bislang noch wenig beachtete Nische des Ernährungssystems, bekommt immer mehr Rückenwind. In einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes wird er als eine der Nischeninnovationen mit dem höchsten Transformations- und Nachhaltigkeitspotential beschrieben.

Nachdem sich mit den „Biozyklisch-Veganen Richtlinien“ ein eigenständiger globaler veganer Ökostandard etabliert hat, interessiert sich eine wachsende Zahl von Landwirten dafür, vollständig auf die kommerzielle Tierhaltung sowie auf den Einsatz von Betriebsmitteln tierischen Ursprungs zu verzichten und ihre Produkte mit dem Biozyklisch-Veganen Gütesiegel zu vermarkten. Dazu kommen Handels- und Verarbeitungsunternehmen, die im Begriff sind, neue Produktlinien zu entwickeln, welche erstmals den Begriff „vegan“ um die zusätzliche Dimension „vegan ab Feld“ zu erweitern.

Um diesem Trend eine deutlichere Sichtbarkeit zu verleihen, hat die französische Internetplattform Vegan France Interpro in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau e. V. eine interaktive Karte unter www.vegan-farming.org erstellt, auf der nach und nach alle europaweit entstehenden bio(zyklisch)-veganen Initiativen verzeichnet werden sollen. Dazu gehören in erster Linie landwirtschaftliche Produktionsbetriebe, dann aber auch Händler und Verarbeiter, Online-Shops, Netzwerkorganisationen sowie Ökokontroll- und Zertifizierungsstellen, bei denen sich die betreffenden Betriebe nach den Biozyklisch-Veganen Richtlinien zertifizieren lassen können.

© Vegan-Farming.org

Neben bereits zertifizierten und in Umstellung befindlichen biozyklisch-veganen Betrieben sind auch Betriebe aufgeführt, die nach eigener Angabe ökologisch und vegan arbeiten, für die aber eine Zertifizierung aus verschiedenen Gründen derzeit (noch) nicht in Betracht gezogen wird (self-declared). Auch die Aufnahme von Betrieben, die nach den Richtlinien des britischen Vegan Organic Network (VON) arbeiten, ist vorgesehen.

Eine Auswahl von Betrieben aus verschiedenen europäischen Ländern, die bereits auf der Karte verzeichnet sind, finden Sie unter www.vegan-farming.org.