Rheuma: Wie kann die richtige Ernährung helfen?

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Bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wird geraten, auf pflanzliche Lebensmittel und fettarme Milchprodukte zurückzugreifen. Durch den Verzicht auf Fleisch- und Wurstwaren können die Beschwerden gelindert werden. Allerdings konnte medizinisch noch nicht eindeutig belegt werden, wie eine pflanzenbasierte Ernährung die rheumatischen Krankheitsverläufe beeinflusst. Die AOK Hessen informiert über die bekannten Fakten.

Bei Rheuma handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift Strukturen des eigenen Körpers an. Als Auslöser der Erkrankung werden sowohl genetisch bedingte Ursachen als auch Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten vermutet. Insbesondere sogenannte Entzündungsmediatoren wie die Arachidonsäure stehen im Verdacht, Rheuma zu verursachen. Der Körper bildet diese selbst, um Entzündungsreaktionen einzuleiten und aufrechtzuerhalten. Arachidonsäuren kommen jedoch auch häufig in einer Vielzahl tierischer Produkte vor, z.B. in Fleisch, Wurst, Ei und fettreichen Milchprodukten.

Die Medizin bringt eine pflanzenbasierte Ernährung mit einer hilfreichen Wirkung gegen entzündlich-rheumatische Erkrankungen in Verbindung. Wenn Tierprodukte vermieden werden, nimmt der Körper über die Ernährung weniger entzündungsfördernde Stoffe auf. Milchprodukte sollten in fettreduzierter Variante ergänzt werden. Sie enthalten kaum Arachidonsäure, dafür jedoch wertvolles Eiweiß und Kalzium. Frisches Obst und Gemüse enthalten wichtige Mikronährstoffe sowie Vitamine und Antioxidantien. Diese können Entzündungen hemmen und bieten einen hilfreichen Gegenspieler für die Sauerstoffradikale, die bei Rheuma im Körper wirken.

Zudem sollte auf das Rauchen verzichtet und Alkohol nur in geringen Mengen konsumiert werden. Beachtet werden sollte jedoch, dass eine Ernährungsumstellung keine Heilung der Krankheit bewirkt und eine Therapie nicht ersetzen kann. Sie dient dem Körper vielmehr als Entlastung und kann den Ursachen der Krankheit entgegenwirken. Die individuellen Therapiemöglichkeiten und eine Ernährungsumstellung sollten immer mit einem Facharzt besprochen werden.

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