• Brasilien: NoMoo Foodtech prognostiziert ein schnelleres Geschäftswachstum für das laufende Jahr



    © NoMoo

    NoMoo Foodtech, eine brasilianische Marke für Cashew-Produkte, prognostiziert ein schnelleres Unternehmenswachstum, nachdem ein internationaler Fonds in den pflanzlichen Hersteller investiert hat

    Die derzeitige Veränderung der Ernährungsgewohnheiten hat zu einer Nachfrage nach gesünderen und nachhaltigeren Lebensmitteln geführt, die weniger auf tierisches Eiweiß angewiesen sind. In den letzten zehn Jahren haben sich immer mehr Verbraucher diesm Thema gewidmet. Die meisten Verbraucher sind bereit, sich pflanzlicher zu ernähren, wenn die Produkte genauso gut schmecken, wie die konventionellen.

    Laut einem Bericht des Good Food Institute Brazil, der 2020 veröffentlicht wurde, gaben 50 % der Brasilianer an, dass sie in den letzten 12 Monaten weniger tierische Lebensmittel verzehrt haben. Diese Zahl unterstreicht das Potenzial von Produkten mit alternativen Proteinen auf dem nationalen Markt. Laut dem Institut ist der Umsatz dieser Branche allein in den Vereinigten Staaten im Jahr 2019 um 19 % gestiegen. In Europa hat in diesem Zeitraum bereits eine von drei Personen Getränke pflanzlichen Ursprungs konsumiert. Somit ist das pflanzliche Segment auch für die brasilianische Industrie ein Wachstumsmotor.

    Dem weltweiten Trend folgend, expandiert auch der brasilianische Markt für pflanzliche Proteine. Pflanzliche Alternativen können in den Speiseplan aller Menschen aufgenommen werden, die eine ausgewogene Ernährung anstreben, einschließlich aller Arten von Diäten – ohne auf den Geschmack und die Nährstoffqualität zu verzichten.

    © NoMoo

    Mit Cashewnüssen als Hauptrohstoff ist NoMoo führend im Segment der pflanzlichen Käseprodukte unterwegs. Das Unternehmen möchte durch die Entwicklung neuer Technologien, mit denen wirklich “milchähnliche” Produkte hergestellt werden können, alle Verbraucher gleichermaßen ansprechen.

    “NoMoo entstand aus unserem Bedürfnis, Produkte pflanzlichen Ursprungs zu konsumieren, die wirklich lecker sind. Nathalia hat eine Laktoseintoleranz und wir sind beide begeisterte Anhänger des Rückgangs des Konsums von tierischen Produkten. Zu dieser Zeit war das Angebot an pflanzlichen Produkten in Brasilien sehr rar. Wir kreierten die ersten Rezepte und testeten sie im Familien- und Freundeskreis, weder vegan noch vegetarisch, und zu unserer Überraschung wurden die Produkte sehr gut angenommen. Deshalb gründeten wir NoMoo und begannen, unsere Erfolgsgeschichte aufzubauen, die uns sehr stolz macht”, sagt Marcelo, Mitgründer von NoMoo.

    Die Gründer Marcelo Doim und Nathalia Pires (© NoMoo)

    Investitionen in NoMoo

    Die Zukunft der Marke ist vielversprechend. NoMoo möchte das Konzept des Slow Food in den alternativen Proteinmarkt einbringen und hat damit die Aufmerksamkeit der Investoren geweckt. Das Unternehmen durchlief eine Investitionsrunde der Serie A unter der Leitung von DXA Invest, einem Private-Equity-Manager mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 1 Milliarde brasilianischer Real und mit einer Vergangenheit von Investitionen in erfolgreiche Unternehmen wie Zee.Dog und Greenpeople. Die Runde wurde auch von Lever VC, einem amerikanischen Risikokapitalfonds mit Schwerpunkt auf dem Markt für pflanzliche Lebensmittel, einschließlich Beyond Meat und Impossible Food, unterstützt. Finanzielle Unterstützung erhielt die Marke auch von Bernardinho, einem brasilianischen Unternehmer, Volleyballtrainer und ehemaligen Spieler.

    “Wir freuen uns sehr über die Investition in NoMoo und die Möglichkeit, großartige Unternehmer wie Marcelo und Nathalia zu unterstützen. Wir glauben, dass die Marke das einzige Unternehmen in ihrem Segment ist, das das Potenzial hat, auf dem Tisch aller Brasilianer und warum nicht auch auf Tischen in verschiedenen Ländern der Welt zu landen”, sagt Oscar Decotelli, CEO von DXA Invest.

    Derzeit hat NoMoo 11 SKUs (Produkte) im Portfolio, darunter fünf Käsesorten – Mozzarella, Provolone, Brazilian Prato, Chèvre und Parmesan. Hinzu kommen Butter (NoButter), Mayonnaise (NoMayo), sowie den Weichkäse “Brazilian Requeijão” in den Geschmacksrichtungen traditionell und Cheddar und den kürzlich eingeführten Frischkäse und die Cashew-Crème Fraîche.

  • Top Themen





    mehr Top Themen
  • Der vegconomist-Newsletter
    Entscheidendes für Entscheider

     

    Melden Sie sich für den vegconomist-Newsletter an und erhalten Sie regelmäßig die wichtigsten News aus der veganen Wirtschaft.

    Invalid email address