• Kanada: Ökosystem für alternative Proteine schließt sich zusammen, um das Regulierungssystem zu stärken



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    Das kanadische Ökosystem für pflanzenbasierte Lebensmittel möchte sich mit den Stärken und Schwächen von Vorschriften befassen, die die Gesundheit der Verbraucher betreffen.

    Der kanadische Sektor für pflanzliche Lebensmittel und Zutaten entwickelt sich weiter, um die steigende nationale sowie weltweite Nachfrage nach Proteinen zu decken. Um sicherzustellen, dass diese Entwicklung mit einem modernen und unterstützenden Regulierungssystem einhergeht, arbeitet Protein Industries Canada mit Pulse Canada, Plant-Based Foods of Canada und Loblaw Companies Limited zusammen, um die kanadischen Vorschriften für den Sektor der pflanzlichen Lebensmittel und Zutaten zu untersuchen und die Modernisierung der Vorschriften voranzutreiben.

    Mithilfe von Verbraucherumfragen, Laborexperimenten und regulatorischen Experimenten werden die Partner gemeinsam mit der Regierung die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher in den Vordergrund stellen und gleichzeitig Wissenslücken schließen, um die Modernisierung der Rechtsvorschriften in den folgenden vier Bereichen zu unterstützen:

    1. Angaben zur Eiweißkennzeichnung (z.B. die Feststellung, ob ein Lebensmittel als “gute Eiweißquelle” gilt).

    2. Bezeichnungskonventionen für pflanzliche Lebensmittel (z.B. wie und wann Unternehmen Begriffe wie “Käse auf pflanzlicher Basis”, “Wurst” oder “Pasteten” verwenden dürfen).

    3. Ermessensabhängige Anreicherung von simulierten pflanzlichen Fleisch- und Geflügelprodukten zur Nährstoffaufnahme.

    4. Entwicklung von In-vitro-Methoden zur Bewertung der Verträglichkeit.

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    Die kanadische Politik begrüßt das Vorhaben

    “Da sich immer mehr Kanadier dafür interessieren, was in den Lebensmitteln steckt, die sie essen, ist es wichtig, dass Lebensmittelkennzeichnungen und Nährwertangaben leicht verständlich sind”, erklärt François-Philippe Champagne, Minister für Innovation, Wissenschaft und Industrie. “Diese Partnerschaft wird die Modernisierung der Vorschriften für die Etikettierung und Namensgebung unterstützen und den Unternehmen Aufschluss darüber geben, wie sie ihre Produkte in einer für die Verbraucher verständlichen Sprache vermarkten können.”

    “Die kanadische Regierung setzt sich für ein transparentes und reaktionsschnelleres Regulierungssystem ein, um Innovation und Wirtschaftswachstum zu fördern. Diese Bemühungen werden dazu beitragen, die Daten und Beweise zu generieren, die die Lebensmittelhersteller benötigen, um mit den Verbrauchern zu kommunizieren und sie werden den Sektor in die Lage versetzen, die sich bietenden Chancen im Bereich der pflanzlichen Lebensmittel zu nutzen”, sagt Marie-Claude Bibeau, Ministerin für Landwirtschaft und Agrarnahrungsmittel.

    Zusätzlich zu ihrer direkten Arbeit an Verordnungen werden die Partner ein virtuelles Kompetenzzentrum für Regulierung einrichten, das eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen des Sektors sein wird, die Informationen über Verordnungen suchen, die ihre Tätigkeit betreffen. Dieses Zentrum wird u.a. Ressourcen und Finanzmittel für KMU bereitstellen, die sich um behördliche Genehmigungen bemühen, in Studien investieren, die auf eine Änderung der Rechtsvorschriften abzielen, und eine Sammlung von Kenntnissen und Erfahrungen im Bereich der Rechtsvorschriften aufbauen.

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    © Plant-Based Foods of Canada

    Plant-Based Foods of Canada: “Die derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen für pflanzliche Produkte sind veraltet”

    “Dieses Vorhaben zielt darauf ab, einige der noch bestehenden Wissenslücken im Zusammenhang mit den aktuellen Vorschriften zu schließen, aber auch die erforderliche Innovation zu beschleunigen, die direkt auf die Bedürfnisse der Industrie im Bereich der Proteinkennzeichnung abgestimmt ist. Diese Projekte werden dazu beitragen, einen klareren Weg für die Modernisierung der Vorschriften in Kanada zu finden, unter Berücksichtigung der kanadischen Lebensmittellandschaft und des Wissensstandes”, sagte Greg Cherewyk, Präsident von Pulse Canada.

    “Wir bei Plant-Based Foods of Canada verstehen die Notwendigkeit, Gesundheit und Sicherheit mit modernen Ernährungsgewohnheiten in Einklang zu bringen”, sagt Leslie Ewing, Executive Director Plant-Based Foods of Canada. “Die derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen für pflanzliche Lebensmittel sind jedoch veraltet und haben nicht mit Innovation, Technologie, Verbrauchernachfrage und einem globalen Markt Schritt gehalten. Mit modernisierten Vorschriften, die Innovation und Wachstum innerhalb der Kategorie unterstützen, kann die Branche den Kanadiern mehr Auswahl bieten.”

    “Unser Ziel bei der Entwicklung von Produkten ist es, den Kunden eine große Auswahl in unseren Supermärkten zu bieten. Heute sehen wir eine steigende Nachfrage nach pflanzlichen Produkten, da die Kunden nach Fleisch- und Milchalternativen suchen, die gut schmecken”, sagt Kathlyne Ross, Vice President of Product Development and Innovation bei Loblaw Companies Limited. “Wir wollen Teil der Gruppe sein, die bei pflanzlichen Produkten eine Vorreiterrolle einnimmt und wir sind stolz darauf, bei der Entwicklung dieser Branche an wirkungsvollen Elementen mitzuarbeiten.”

    Dies ist die 38. Projektankündigung von Protein Industries Canada und die 11. im Rahmen ihres Kapazitätsaufbaus. Insgesamt werden 1,6 Millionen Dollar in das Projekt investiert; zusammen mit der Industrie hat Protein Industries Canada mehr als 451 Millionen Dollar für Kanadas Ökosystem der pflanzlichen Lebensmittel, Futtermittel und Zutaten bereitgestellt.

    Mehr dazu auf www.proteinindustriescanada.ca.

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